Hohe Dengue-Fallzahlen in beliebten Urlaubsländern

Die amerikanische Behörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat wegen gestiegener Fallzahlen von Dengue-Fieber die Warnstufe für 16 Länder erhöht – darunter auch beliebte Urlaubsziele. Hintergrund sind laut Tropeninstitut „eine höhere Anzahl von Dengue-Fällen als erwartet bei Reiserückkehrern.“

Moskitos übertragen Dengue-Fieber

Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung, die durch den Stich infizierter Aedes-Mücken auf den Menschen übertragen wird. Typische Symptome sind ein plötzliches hohes Fieber mit Schüttelfrost und starken Kopfschmerzen, danach oft ausgeprägte Knochen- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden setzen meist vier bis zehn Tage nach der Ansteckung ein und können leicht mit einer Grippe, COVID-19 oder auch Malaria verwechselt werden. In seltenen Fällen kann Dengue-Fieber einen schweren Verlauf nehmen und zum Tod führen.

Für diese Länder wurde die Warnstufe erhöht

Ein möglicherweise erhöhtes Ansteckungsrisiko gilt laut CDC für Reisende in folgende Länder:

Trotz erhöhter Fallzahlen erfüllt laut CDC derzeit noch kein Land die Kriterien für die Einstufung in die Kategorie „hohe Übertragungsrate“. Weltweit sind die hier genannten Ländern allerdings nicht die einzigen Dengue-Risikozonen: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht etwa auch in typischen Reiseländern wie Brasilien, Mexiko oder Thailand ein Ansteckungsrisiko.

Dengue-Fallzahlen steigen seit Jahren an

Laut WHO haben die Dengue-Fälle in den vergangenen Jahrzehnten extrem zugenommen: Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg von etwa 505.000 im Jahr 2000 auf 14,6 Millionen im Jahr 2024 an. Die Krankheit sei mittlerweile in mehr als 100 Ländern endemisch.

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren empfiehlt die WHO etwa das Tragen von langer Kleidung und das Verwenden von Insektenschutzmitteln. Da die Mücken, die das Virus übertragen, tagsüber aktiv sind, sollten Menschen, die am Tag schlafen, möglichst in Räumen mit Fenstergittern und unter Moskitonetzen ruhen.