Fußball-WM: Infantino rechnet mit Teilnahme des Iran bei WM

Fifa-Präsident Gianni Infantino dringt trotz des Kriegs im Nahen Osten auf eine Teilnahme des Iran an der
Fußball-WM im Sommer. „Wir wollen, dass der Iran spielt, der Iran wird bei der
Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt
Plan A“, sagte der Chef des Weltverbands in einem Interview des
mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision.

Wegen des Kriegs möchte der Iran seine
drei Vorrundenpartien nicht – wie bislang geplant – in den USA
austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die Fifa diesem
Wunsch nachkommen kann und überhaupt will.

„Der Iran repräsentiert sein Volk – die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben“, sagte Infantino
und warb um eine Teilnahme des Landes. Die Fifa wolle dafür sorgen,
dass der Iran „unter den bestmöglichen Bedingungen“ an der WM teilnehmen
könne. Zugleich räumte der 56 Jahre alte Schweizer ein, dass man in der
„realen Welt lebe“ und die Situation „sehr kompliziert“ sei.

Der Verbandschef des Iran, Mehdi Tadsch, hatte vor anderthalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern.

Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli. In der Gruppenphase soll der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten treffen.