Der Ort, der die Schriftstellerin an Russland erinnert, an ihre Heimat, liegt am Rande der niederbayerischen Stadt Landshut, ein paar Kilometer entfernt von den heimeligen Häuschen im Zentrum. Raues Idyll, etwas industrielle Hässlichkeit. Es ist ein kleiner verlassener Bahnhof, zu dem es Natalja Kljutscharjowa immer wieder zieht. Vier mächtige Strommasten sind vom verschmutzten Stationsschild aus zu sehen, Stapel von Holzscheiten, die von Metallstangen gehalten werden. Auf einem stillgelegten Gleis kann sie in Ruhe spazieren, jeder Schritt eine Schwelle, Gestrüpp links und rechts. In ihrem neuen Buch „Woher kommst du?“ schreibt sie, dass sie an diesem Ort ihre Erinnerungen von der strengen Leine lasse: „Ich sehe ihnen einfach zu, wie sie herumstreunen, auf welchen Wegen und Wiesen.“
