
Gary Woodland feiert beim Golfturnier in Houston einen emotionalen Sieg. Hinter dem US-Amerikaner liegt nach einer Hirn-OP eine schwierige Zeit. Noch immer leidet er unter dem Trauma.
Golfprofi Gary Woodland hat erstmals nach einer Gehirnoperation wieder ein PGA-Turnier gewonnen. Der 41 Jahre alte US-Amerikaner gewann die Houston Open nach vier starken Runden mit fünf Schlägen Vorsprung vor dem Dänen Nicolai Hojgaard und kassierte ein Preisgeld von rund 1,78 Millionen US-Dollar (umgerechnet 1,55 Millionen Euro).
„Heute war ein guter Tag. Ich bin stolz auf mich“, sagte Woodland nach seinem fünften Erfolg auf der PGA-Tour. Zuletzt hatte er 2019 die US Open gewonnen. 2023 kämpfte Woodland mit starken Angstzuständen, in deren Folge ein Tumor festgestellt wurde.
Nach einer Gehirnoperation kehrte der Golfer Anfang 2024 auf die Tour zurück, hatte seitdem aber mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen, die er erst kürzlich öffentlich machte. In Houston war Woodland im vorigen Jahr bereits Zweiter gewesen.
Woodland während Spiel von seiner Frau begleitet
Die Zuschauer im Memorial Park Golf Course bejubelten und feierten Woodland minutenlang mit frenetischen „Gary, Gary“-Rufen. „Wir betreiben zwar eine Einzelsportart hier draußen, aber ich war heute nicht allein“, sagte Woodland nach seinem Triumph mit Tränen in den Augen. Seine Frau Gabby war alle 18 Löcher an seiner Seite. Und selbst seine Konkurrenten Hojgaard und Vorjahressieger Min Woo Lee überließen ihm am letzten Loch allein die Bühne.
„Jeder kämpft mit irgendetwas“, sagte Woodland und sprach über seine Erkrankung. „Wer auch immer mit etwas zu kämpfen hat, ich hoffe, er sieht mich und gibt nicht auf. Kämpft einfach weiter.“
dpa/luwi
