Radsport-Ass Florian Lipowitz hat das erste große Kräftemessen mit seinem neuen Teamkollegen Remco Evenepoel für sich entschieden und als erster Deutscher das Podest bei der traditionsreichen Katalonien-Rundfahrt erreicht.
Der Tour-Dritte vom Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe behauptete auf der siebten und letzten Etappe in Barcelona den dritten Gesamtplatz und hinterließ rund drei Monate vor dem Start der Tour de France an gleicher Stelle einen starken Eindruck. „Wir haben zwar einen Etappensieg in dieser Woche verpasst, aber ich denke, mit unserer Vorstellung hier können wir superhappy sein“, sagte der 25-Jährige.
Während der zweimalige Tour-Champions Jonas Vingegaard souverän den Gesamtsieg perfekt machte und sich weiter in exzellenter Frühform präsentierte, konnte Lipowitz beim Finale rund um das Olympiastadion jede Attacke mitgehen und griff selbst an. Letztlich zog er auf dem Rundkurs am Montjuic mit Klassikerprofil den Sprint für Olympiasieger Evenepoel an.
Jonas Vingegaard (m.) auf dem Podium neben Lenny Martinez (l.) und Florian Lipowitz (r.)
Der Belgier musste sich schließlich aber hinter dem Australier Brady Gilmore (NSN Cycling Team) und dem Franzosen Dorian Godon (Ineos Grandiers) mit Platz drei begnügen.
Edelhelfer Evenepoel?
Bei den Anstiegen der vergangenen Tage hatte Evenepoel nicht ganz mit Lipowitz mithalten können, am Samstag machte der Topstar Tempo für den Deutschen, als dieser bei der Bergankunft in Queralt Platz drei eroberte. „Er war fantastisch, hat einen super Job für mich gemacht. Dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Dass ein Weltmeister so etwas macht, ist einfach unglaublich“, sagte Lipowitz, der im Schlussklassement 1:30 Minuten Rückstand auf Vingegaard aufwies.
Klare Nummer eins in Katalonien war der Däne Vingegaard, der die beiden schweren Bergetappen und nach Paris-Nizza sein zweites Etappenrennen gewann. Der Jumbo-Visma-Kapitän, der in der Gesamtwertung 1:22 Minuten vor dem Franzosen Lenny Martinez (Bahrain-Victorious) lag, wirkte gerüstet für große Tour-Duelle mit Tadej Pogacar. Zunächst steht allerdings der Giro d’Italia für Vingegaard an.
