

Maskenmann Sigurd Haugen hat den TSV 1860 ins Finale des Toto-Pokals geschossen. Der Norweger bestrafte beim schmeichelhaften, am Ende aber nicht unverdienten 1:0 (0:0) mit einer Einzelaktion in der 54. Minute den SSV Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer ließen im Duell der beiden bayerischen Drittligisten selbst beste Chancen ungenutzt.
THOMAS DÄHNE – NOTE 2: Sechzigs erster Pokalheld. Packte bei einem Saller-Schuss doppelt zu (22.), reagierte bei der besten Jahn-Chance durch den frei stehenden Fein glänzend (29.). Hielt 1860 auch durch seine Top-Parade kurz nach der Pause schadlos (46.) – und bis zum Finaleinzug.
RAPHAEL SCHIFFERL – NOTE 3: Anstelle von Junglöwe Fassmann wieder in der Startelf. Lieferte sich eine anfängliche Diskussion mit Kollege Danhof, wie weit man beim eigenen Abstoß herausrücken solle. Am Ball und in seinen Zweikämpfen gewohnt aggressiv, nicht immer souverän.
MAX REINTHALER – NOTE 3: Manövrierte Sechzigs Abwehr geschickt durch den drohenden und auch immer wieder aufkommenden Regensburger Sturm. Teils hatte er dabei aber auch mehr Glück als Geschick.
Voet mit einigen Wacklern und ein Fast-Eigentor
SIEMEN VOET – NOTE 4: Sichtlich topmotiviert, die Duisburg-Delle im Pokal gutzumachen. Ein übermotivierter Abschlag in die Füße des Gegners mischte sich in brauchbare Defensivarbeit, genauso wie einige Wackler und ein Fast-Eigentor.
TIM DANHOF – NOTE 3: Hatte mit Schifferl nicht nur bei Abstößen Mühe, den Jahn zu bremsen. In der Offensive bemüht, aber es gab kaum ein Durchkommen auf seiner rechten Seite. Als er mal durchkam, standen erst nur die Latte und später nach starkem Solo ein Gegenspieler dem 2:0 im Weg.
THORE JACOBSEN – NOTE 3: In Duisburg Elfmeter-Torschütze und mit einer Ampelkarte, die im Totopokal nicht gilt. Engagiert, früh verwarnt, öfter zweiter Sieger, als ihm lieb sein konnte. Wichtig: sein Mittelfeld-Zuspiel auf Haugen, das zum Assist wurde.
Maier mit Turban im Pokal-Modus
PHILIPP MAIER – NOTE 3: Erkämpfte und erlief sich einige Bälle, verbaselte auch mal eine eigentlich leichte Kopfball-Ablage auf den frei stehenden Volland. Pluspunkte gibt’s für eine Bereinigungs-Grätsche vor dem eigenen Kasten. Brauchte schon nach einer halben Stunde einen weiß-blauen Turban, der ihn auf den Pokalfight einschwor.
CLEMENS LIPPMANN – NOTE 4: Wie bei den Zebras wieder von Beginn an. Versuchte viel, es sollte zunächst wenig gelingen. Auch immer wieder in der Defensive gebunden und dabei nicht fehlerfrei, aber solide.
KEVIN VOLLAND – NOTE 4: Ein erster Geniestreich in den Jahn-Strafraum sollte nicht bei einem Sechzger-Stürmer landen. Zeigte sich fleißig, auch mal weit in der eigenen Defensive. Nach dem 1:0 öfter Vorbereiter, um den Sack zuzumachen.
SIGURD HAUGEN – NOTE 2: Sechzigs zweiter Pokalheld. Erlief sich mit seinem Tempo eine erste Chance, die Regensburg nur mit vereinten Kräften zur Ecke klären konnte (5.). Ansonsten nur mit einem Kopfball nach Volland-Ecke, weit drüber (41.). Wenn es nicht läuft, braucht es eben einen Wikinger – der eine Einzelaktion aus dem Nichts gekonnt vollendete (54.).
PATRICK HOBSCH – NOTE 4: Der Stoßstürmer mit dem berühmten Papa sollte – ging es nach Coach Kauczinski – Sechzigs Pokalheld werden, denn er durfte von Anfang an ran. Legte sich viel auf die Lauer, verdrängte dabei jegliche Torgefahr. Startelfchance nicht genutzt.
SAMUEL ALTHAUS und FLORIAN NIEDERLECHNER kamen zu spät für eine Bewertung.
