Iran: ++ „Wären immer für sie da gewesen, aber jetzt …“ Trump stellt Unterstützung für Nato erneut infrage ++ Liveticker

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

05:12 Uhr – Israel: Erstmals Rakete aus dem Jemen abgefeuert

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den ⁠Start einer Rakete aus dem Jemen erfasst. Dies sei das erste Mal seit Ausbruch des Krieges, dass ein Geschoss von dort abgefeuert werde, teilen die Streitkräfte mit. Zuvor hatten die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen mit einem Eingreifen ⁠in ​den Konflikt gedroht.

03:38 Uhr – Explosionen über Damaskus – Israel fängt iranische Raketen ab

In ⁠der syrischen Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung sind Explosionen zu hören. Dabei handele es sich um Einsätze der israelischen Luftabwehr, die im syrischen Luftraum iranische Raketen abfange, berichtet das Staatsfernsehen.

03:23 Uhr – Nouripour: Iran könnte Würgegriff um gesamte Weltwirtschaft legen

Einen Monat nach Kriegsbeginn sieht Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour von den Grünen die Möglichkeiten des Irans noch längst nicht ausgeschöpft. „Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt“, sagte Nouripour der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Sie könnten zum Beispiel durch ihre Verbündeten im Jemen die Straße von Aden schließen. Das bedeutet, dass nicht nur kein Öl mehr kommt, sondern gar keine Güter mehr aus Ostasien. Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt.“

02:49 Uhr – US-Präsident nennt Straße von Hormus „Straße von Trump“

Donald Trump hat die Straße von Hormus „Straße von Trump“ genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: „Sie müssen die Straße von Trump öffnen – ich meine Hormus.“ Im Publikum wurde daraufhin gelacht.

Trump ergänzte dann: „Entschuldigung – es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler.“ Er schob nach, dass die „Fake News“ berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: „Bei mir gibt es keine Versehen – zumindest nicht viele.“ Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.

01:23 Uhr – Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg

US-Präsident Trump hat Bundeskanzler Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien – und kam dann auf Deutschland zu sprechen: „Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: „Das ist nicht unser Krieg“.“ Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.

Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg.“ Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Äußerung der Spitze zu („the head of Germany“). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Pistorius. Merz hatte sich unlängst bei einem Besuch in Norwegen so geäußert: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“

01:04 Uhr – Saudi-Arabien: Zwölf US-Soldaten bei iranischem Raketenangriff verletzt

Bei einem iranischen Raketenangriff auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien sind zwölf US-Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Dies sagt ein ⁠US-Beamter ​der Nachrichtenagentur ‌Reuters. Damit steigt die Zahl der verletzten US-Soldaten seit Beginn des Krieges gegen den Iran am 28. Februar auf mehr als 300. Zuvor teilte das US-Militär mit, dass 273 von ‌ihnen bereits wieder ⁠im Dienst sind. ​In dem Konflikt sind bislang 13 US-Soldaten ⁠ums Leben gekommen.

00:46 Uhr – VAE fangen iranische Geschosse ab – Sirenen auch in Bahrain

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) fangen nach Angaben ihres Verteidigungsministeriums anfliegende Raketen und Drohnen ‌aus dem ⁠Iran ab. ​Im benachbarten ⁠Inselstaat Bahrain heulen zudem Sirenen, wie ‌das ⁠dortige Innenministerium ‌mitteilt.

00:34 Uhr – Witkoff hofft auf Gespräche mit Teheran „in dieser Woche“

US-Unterhändler Steve Witkoff geht davon aus, dass der Iran in der kommenden Woche zu Gesprächen mit Washington über eine Beendigung des Iran-Krieges bereit sein wird. „Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich“, dass es „ein Treffen in dieser Woche geben wird“, sagte Witkoff auf einem Wirtschaftsforum in Miami. Die USA erwarteten nun eine Antwort Teherans auf einen vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges.

00:25 Uhr – Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage

US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung anderer Nato-Partner durch die USA infrage gestellt. „Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?“, sagte Trump in Miami. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. „Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die Nato einfach nicht da war.“

Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. „Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?“, fragte er.

Freitag, 27. März

23:47 Uhr – Iranische Rakete trifft US-Basis in Saudi-Arabien

Bei dem Einschlag einer iranischen Rakete auf einem US-Stützpunkt in Saudi-Arabien sind einem Medienbericht zufolge mehrere amerikanische Soldaten verletzt worden. Getroffen worden sei die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis, berichtet das „Wall Street Journal“. Eine Stellungnahme der Regierung in Washington liegt zunächst nicht vor.

23:01 Uhr – AKW Buschehr laut Medienberichten von Geschoss getroffen

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist örtlichen Medien zufolge von einem Geschoss getroffen worden. Es habe weder Verletzte noch finanziellen oder technischen Schaden gegeben, heißt es weiter

22:59 Uhr – Mann stirbt durch iranischen Raketenangriff in Jerusalem

Iranischer Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem: Nach israelischen Angaben sind mindestens ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden. Ein älterer Mann sei seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Zuvor hatte die israelische Armee vor iranischen Raketenangriffen gewarnt, in Jerusalem waren Sirenen zu hören.

22:31 Uhr – Huthi-Rebellen drohen mit Eintritt in Krieg

Die Huthi-Rebellen im Jemen drohen mit einem militärischen Eingreifen in den Krieg. Dies gelte, falls sich neue Verbündete den USA und Israel gegen den Iran anschließen oder das Rote Meer für Angriffe auf den Iran genutzt werde, sagt ein Sprecher in einer Fernsehansprache. Ein mögliches Ziel wäre die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Die vom Iran unterstützte Bewegung hatte bereits während des Gaza-Krieges mit Angriffen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer für Chaos im Welthandel gesorgt.

21:50 Uhr – „Illegal und inakzeptabel“ – Rubio lehnt iranische Maut für Hormus ab

US-Außenminister Marco Rubio tritt iranischen Plänen für eine Maut zur Nutzung der Straße von Hormus entschieden entgegen. „Das ist nicht nur illegal, sondern auch inakzeptabel und gefährlich für die Welt, und es ist wichtig, dass die Welt einen Plan hat, um dem entgegenzutreten“, sagte er nach Gesprächen der G-7-Außenminister bei Paris.

21:35 Uhr – Israel startet neue Angriffswelle gegen Hisbollah

Das israelische Militär hat nach Angaben eines Sprechers am späten Abend eine erneute Angriffswelle gegen Hisbollah-Ziele in Beirut begonnen. Bereits wenige Stunden zuvor waren Angriffe gegen die proiranische Miliz geflogen worden.

20:05 Uhr – Merz offen für Minenräumung durch die Bundeswehr

Der Bundeskanzler kann sich einen Einsatz der Bundeswehr zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus vorstellen – allerdings erst nach Kriegsende. „Das können wir. Und wenn wir danach gefragt werden und das im Rahmen eines wirklichen Mandates kollektiver Sicherheit geschieht – also Vereinte Nationen, Nato, Europäische Union – mit einem Bundestagsbeschluss, ist das eine Option“, sagte er in einem Interview auf einer Veranstaltung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Bundeswehr verfügt über mehrere Minenjagdboote.

19:31 Uhr – Mehr als 20 Menschen sterben bei Luftangriffen in Teheran

Bei Angriffen auf Wohngebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Kurdenprovinz Kermanschah sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Zivilisten ums Leben gekommen. In Teheran starben im Stadtviertel Schahr-e Rey zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff der amerikanisch-israelischen Streitkräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher berichtete.

18:01 Uhr – Merz: USA und Israel verstricken sich jeden Tag tiefer in den Krieg

Friedrich Merz hat nach eigenen Worten wenig Hoffnung, dass der Iran-Krieg schnell endet. „Zurzeit verstricken sich die Amerikaner und die Israelis in diesem Konflikt jeden Tag tiefer“, sagt der Kanzler bei einer Veranstaltung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Er bezweifele, dass es eine wirkliche Strategie gebe. Wenn „Regime Change“, also der Sturz der Regierung in Teheran das Ziel sei, glaube er nicht, dass dieses Ziel erreicht werde. „Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt und ob diese Strategie dann tatsächlich auch erfolgreich ​ausgeübt wird“, sagt Merz. „Insofern könnte es auch noch etwas länger dauern. Es wird wahrscheinlich nicht besser.“

17:23 Uhr – Rubio stellt Kriegsende in den „nächsten zwei Wochen“ in Aussicht

US-Außenminister Marco Rubio hat Insidern zufolge seinen G-7-Kollegen bei einem Treffen in Frankreich mitgeteilt, dass der Iran-Krieg innerhalb von Wochen zu Ende sein dürfte. Der französische Sender BFMTV berichtet konkret von den „nächsten zwei Wochen“, in denen der Krieg zu Ende sei. Rubio zufolge sei der Einsatz von Bodentruppen nicht nötig.

Zugleich sagte Rubio, dass er deren Einsatz nicht kategorisch ausschließe. Die USA würden sich diese Flexibilität vorbehalten, um Präsident Donald Trump „maximale Handlungsfreiheit und maximale Möglichkeiten zu geben, sich auf Eventualitäten einzustellen“.

Zudem habe Rubio die anderen Minister nicht gebeten, Schiffe zur Öffnung der Straße von Hormus zu entsenden, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen zudem der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings sollten sie sich auf ein Engagement nach Kriegsende vorbereiten.

17:03 Uhr – Iranische Staatsmedien melden Angriff auf Nuklearanlage – Isarel bestätigt Angriff

Nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde und iranischer Staatsmedien haben die USA und Israel eine Uran-Aufbereitungsanlage angegriffen. Die Anlage im Zentrum des Landes sei „vor wenigen Minuten vom amerikanisch-zionistischen Feind“ ins Visier genommen worden, berichtete die Behörde auf Telegram. Radioaktives Material sei jedoch nicht freigesetzt worden.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna handelt es sich um eine Schwerwasseranlage und eine Anlage zur Herstellung von sogenanntem Yellowcake. Yellowcake ist eine konzentrierte Form von Uran, die entsteht, nachdem Verunreinigungen aus dem Roherz entfernt wurden.

Kurze Zeit später bestätigten die israelischen Streitkräfte einen Luftangriff auf die Anlage in Arak. Der Komplex sei zur Herstellung von Plutonium in Militärqualität konzipiert worden und trotz internationaler Verpflichtungen nicht umgebaut worden. Die Anlage, die bereits 2025 angegriffen worden war, stelle einen „bedeutenden wirtschaftlichen Vorteil für das Terrorregime“ dar und diene der Atombehörde des Landes als Einnahmequelle.

16:15 Uhr – Wadephul betont gemeinsame Linie mit den USA

Nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul haben die G-7-Staaten eine gemeinsame Linie ​zum Iran-Krieg gefunden – und damit auch mit den USA. Zugleich wies er nach ⁠einem Treffen der G-7-Außenminister in der Nähe von Paris den Eindruck eines Zerwürfnisses zwischen Washington und Deutschland zurück.

„Es gab und es gibt keine Anforderung der Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere an uns, vor Ende der Kampfhandlungen einen militärischen ⁠Beitrag zu ​leisten“, betonte ‌der CDU-Politiker.

Wadephul betonte, dass die Bundesregierung diplomatisch aktiv sei, man stimme sich eng miteinander ab. „Für ein Szenario danach habe ich unsere prinzipielle Bereitschaft ‌bekundet, dass wir über so etwas miteinander sprechen ⁠können, wenn ​es sinnvoll ist, wenn es notwendig ist.“

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15:35 Uhr – Hacker wollen E-Mail-Konto von FBI-Direktor geknackt haben

Hacker mit Verbindungen zum Iran haben sich nach eigenen Angaben Zugang zum E-Mail-Konto des FBI-Direktors Kash Patel verschafft und angebliches Material daraus veröffentlicht. Auf ihrer Website teilte die Hackergruppe Handala Hack Team mit, der Chef der US-Bundespolizei werde „nun seinen Namen auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden“.

Ein Beamter des Justizministeriums bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass Patels E-Mails kompromittiert ​worden seien, nannte aber keine Details. Später sagte eine Quelle aus dem Ministerium, das Material scheine echt zu sein.

15:30 Uhr – Miliz verweigert Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus

Die paramilitärische Basidsch-Miliz hat drei Containerschiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verweigert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete die Miliz ihr Vorgehen mit angeblichen Äußerungen von Donald Trump, wonach die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren Verbündeten die Passage verboten sei.

12:47 Uhr – „Wall Street Journal“ sieht Strategiewechsel bei Israel

Israel richtet seine Luftangriffe gegen Iran nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ inzwischen stärker auf die militärisch-industrielle Infrastruktur des Landes aus. Ziel sei es, Irans Fähigkeiten dauerhaft zu schwächen, bevor ein mögliches Ende der Kampfhandlungen erzwungen werde. Hintergrund sei die Sorge in Jerusalem, dass Donald Trump bald auf ein Ende des Krieges drängen könnte.

Der Strategiewechsel gilt laut „Wall Street Journal“ auch als Zeichen dafür, dass Israel nicht mehr ernsthaft mit einem Sturz des iranischen Regimes durch Luftangriffe rechnet. Es sehe danach aus, „dass sich die Operation von einem Versuch, das Regime aus dem Gleichgewicht zu bringen, hin zu dem Versuch verlagert, die Gelegenheit zu nutzen, um Irans militärische Fähigkeiten zu verringern, bevor Schluss ist“, sagte Farzin Nadimi vom Washington Institute dem „Wall Street Journal“.

12:27 Uhr – Revolutionsgarden: Straße von Hormus für Schiffe mit Verbindungen zu „Feinden“ gesperrt

Die iranischen Revolutionsgarden bekräftigen, dass die Straße von Hormus für Schiffe mit Verbindungen zu den „Feinden“ des Iran gesperrt sei. „Die Durchfahrt aller Schiffe, die aus Häfen der Verbündeten und Unterstützer der amerikanisch-zionistischen Feinde kommen oder dorthin fahren, ist verboten“, erklären die Revolutionsgarden auf ihrer Website „Sepah News“.

12:24 Uhr – Israel droht mit Ausweitung der Angriffe im Iran

Während es aus den USA Signale für eine mögliche Verständigung mit dem Iran gibt, kündigt Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran an. Grund seien der andauernde Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel, teilte Israel Katz nach Angaben seines Büros mit. Israels Armee werde deshalb ihre Angriffe „eskalieren“ und mehr Ziele und Gebiete im Iran ins Visier nehmen. Im Fokus sollen demnach Ziele in Verbindung mit iranischen Waffen stehen.

11:19 Uhr – „Washington Post“: USA haben über 850 Tomahawks abgefeuert – Pentagon alarmiert

Das US-Militär hat einem Bericht der „Washington Post“ zufolge in den vier Wochen des Krieges mit dem Iran über 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert. Damit seien diese Präzisionswaffen ​in einem Tempo verbraucht worden, das einige Vertreter des Pentagon alarmiert und interne Diskussionen darüber ausgelöst hat, wie man den Vorrat aufstocken könnte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

11:00 Uhr – „Gerald R. Ford“ auf dem Weg zur Nato-Basis

Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS „Gerald R. Ford“, hat die Souda-Bucht auf Kreta wieder verlassen und nach Informationen aus Militärkreisen Kurs auf das kroatische Split genommen. Während des Einsatzes im Roten Meer hatte es an Bord ein Feuer in der Wäscherei gegeben, der nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen stand. Zudem soll es ein Problem mit den Toiletten geben im Bereich der Unterkünfte der Besatzung.

Deshalb soll der Flugzeugträger laut griechischen Medien die Marinebasis Lora anlaufen, wo technische Arbeiten vorgenommen geplant sind. Sie gilt als wichtiger Standort für multinationale Übungen der Nato und verfügt über spezialisierte Kapazitäten für anspruchsvolle technische Arbeiten. Zuvor war das Schiff in die Souda-Bucht auf Kreta eingelaufen, wo erste Reparaturen stattfanden.

07:53 Uhr – Wadephul: Es laufen Vorbereitungen für direkte Gespräche

Bundesaußenminister Wadephul bestätigt, dass es indirekte Kontakte zwischen ​den USA und dem Iran gegeben hat. Derzeit liefen Vorbereitungen für direkte Gespräche, sagt Wadephul im Deutschlandfunk. Diese sollte zeitnah in Pakistan stattfinden. „Und das ist doch eine gute Nachricht, ⁠dass diese Gespräche stattfinden können.“ Anscheinend seien bereits erste Positionen über Dritte schriftlich ausgetauscht worden. Eventuell gebe es beim G-7-Treffen in Frankreich von US-Außenminister Marco Rubio mehr Details.

07:34 Uhr – Berichte über das US-Vorgehen: 10.000 Soldaten und ein massiver „endgültiger Schlag“

Nachdem US-Präsident Trump sein Ultimatum zum Einlenken der iranischen Führung bis 7. April, 2 Uhr deutscher Zeit, verlängert hat, ist die Frage: Wie geht es weiter? Das „Wall Street Journal“ und das Portal „Axios“ berichten unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium, erwogen werde die Entsendung von bis zu 10.000 weiteren Soldaten in den Nahen Osten, um Trump mehr Handlungsspielraum – und Druckmittel – in den Gesprächen mit Teheran zu geben.

Laut dem „Wall Street Journal“ dürfte die Einsatztruppe aus Infanteristen bestehen. Demnach sollen sie die rund 5000 Soldaten vor Ort und Tausende Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision verstärken, die bereits in die Region beordert wurden. Die Zeitung hält es für wahrscheinlich, dass die zusätzlichen Kräfte in direkter Nähe zum Iran und der strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden dürften, über die etwa 90 Prozent der iranischen Erdölausfuhren abgewickelt werden.

Das Szenario einer drohenden Bodenoffensive im Iran würde mit weiteren US-Soldaten in der Region realistischer, der Druck auf Teheran weiter steigen. Laut „Axios“ erarbeitet das Pentagon militärische Optionen für einen „endgültigen Schlag“ gegen den Iran – inklusive dem Einsatz von Bodentruppen und schweren Bombardements. Trump habe noch keine Entscheidung dazu getroffen, sei aber bereit zu eskalieren, falls die Gespräche mit dem Iran nicht bald Ergebnisse bringen sollten.

07:09 Uhr – Libanesische Medien melden israelischen Angriff

Israel fliegt nach Berichten libanesischer Staatsmedien einen Angriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtet, der Angriff habe am frühen Morgen den südlichen Vorort Tahouitet al-Ghadir getroffen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten, waren mehrere Explosionen zu hören. Aufnahmen von AFPTV zeigen Rauch über den als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz geltenden südlichen Vororten.

dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr