Neue Alukoffer, Bergluft und Plastikdesign – die Stilnews der Woche – Stil

Der Rivale

Wenn es um Alukoffer geht, gab es jahrzehntelang nur eine Marke, deren Name fest mit diesen Lieblingen der Vielreisenden verknüpft war. Mittlerweile hat sich das Feld des stilvollen Metallgepäcks etwas vergrößert, und zwar ungefähr in dem Maße, in dem sich auch die Preisschilder bei Rimowa vergrößert haben. Die britische Marke Carl Friedrik, die bisher vor allem mit ihren makellosen Leder-Reisetaschen in Erscheinung getreten ist, hat am 16. März nun auch eine Aluminium-Kollektion vorgestellt. Sie umfasst Koffer aus einer speziell entwickelten Legierung, die außergewöhnliche Haltbarkeit und alle anderen Vorzüge des Leichtmetalls auf Reisen bieten soll. Gleichzeitig ist das minimalistische Design aber auch mit pflanzlich gegerbtem Lederelementen kombiniert worden, was die Koffer noch mal deutlich charismatischer aussehen lässt. Dazu kommen gehobene Standards wie TSA-zertifizierte Schlösser, kugelgelagerte Räder für 360-Grad-Manövrierfähigkeit, stahlverstärkte Ecken und ein ergonomisches Trolley-System. Der Innenraum des ersten Modells „The Carry-On“ mit 38 Liter Fassungsvermögen bietet eine praktische Aufteilung mit einem Kleidungsfach und einem Kompressionssystem. Günstig sind die Alukoffer aus London natürlich auch nicht, aber mit 745 Euro liegen sie doch deutlich unter dem Original.

Aesop

Handreichung

Die Marke Aesop gehört zu den Meistern der Disziplin, Alltägliches besonders wirken zu lassen, ohne dabei dick aufzutragen. In Bezug auf die Kosmetikartikel der australischen Luxusfirma, die inzwischen zum L’Oréal-Konzern gehört, bedeutet das: Das bekannte Understatement der braunen „Apothecary“-Glasbehältnisse oder Metalltuben, aber die Handcreme für den täglichen Gebrauch riecht natürlich nicht nach Apotheke, sondern nach feinen Mandarinenschalen oder Nelkenblüten. Neu im Sortiment: Ein Serum, das die Hände durch eine leichte und schnell einziehende Textur nachhaltig pflegen und das Hautbild verfeinern soll. Zu den Inhaltsstoffen gehören Niacinamid, eine Art Vitamin B-Konzentrat, sowie Löwenzahnwurzel. Duftnoten: Lavendel und Neroli. Und ein bisschen Storytelling gibt es natürlich auch. Der Produktname Solais leitet sich aus dem Irischen ab und bedeutet „aus Licht“.

Looops

Draußendüfte

Nördlich von Salzburg, im kleinen Ort Elixhausen, sitzt eine Duftmanufaktur, die sich seit 2014 einer ungewöhnlichen Idee verschrieben hat: Nicht nur Raumdüfte zu produzieren, sondern Erinnerungen, Landschaften und innere Zustände in Duft zu übersetzen. Die Produkte von Looops – mit drei o – beginnen immer draußen, in Wäldern auf Wiesen und den umliegenden Bergen. Das Gründerpaar Julia und Markus Schliefsteiner sammelt dort Eindrücke und versucht sie später in Kompositionen aus ätherischen Ölen zu übersetzen, die zu Kerzen oder Raumduftessenzen werden. Eine Duftkerze wie etwa der Bestseller „Bergluft“ riecht nicht nur frisch, sondern versucht, das Gefühl eines klaren Morgens in den Alpen einzufangen – mit Ahnungen von Zirbe, Wacholder und Zitrone. Der Anspruch in der Produktion ist dabei ebenso aufwändig wie schlicht: Es kommt nur hinein, was die Natur hergibt. Keine synthetischen Duftstoffe, nur pflanzliches Wachs, handgegossen in kleinen Chargen. Seit einem optischen Relaunch atmen die Produkte auch äußerlich diese klare Naturästhetik und sind aus vielen Spas und Boutiquen nicht mehr wegzudenken. Wer sich alpine Stimmung nach Hause holen möchte oder einfach nur will, dass es daheim riecht wie in einem sehr teuren Yogastudio, sollte bei Looops mal reinschnuppern.

Melissa x Scholl

Bei Anblick: Sommer

Ein paar Wochen wird es wohl noch dauern, bis man diese Sandalen im Park oder im Eisbach anziehen kann. Aber allein sie bis dahin zu Hause stehen zu haben, macht schon gute Sommerlaune, weil Plastiksandalen sofort Kindheitserinnerungen an steinig-glückliche Tage wecken. Das brasilianische Label Melissa – Home of the Jelly Shoe – arbeitet regelmäßig mit anderen Marken zusammen, dieses Jahr hat Scholl die Plastiksandale neu interpretiert. Einerseits natürlich mit ihrem legendären Pescura-Modell. Dabei bleibt die Silhouette der Schlappe unverändert, besteht nun jedoch vollständig aus dem modernen Gummimaterial „Melflex“, das durchaus für den täglichen Gebrauch gedacht und geeignet ist. Außerdem in der limitierten Kollektion:  der „Posession Pescura Heel“ (im Bild), der die klassische Plastiksandale mit dem Pescura-Absatz kombiniert. Beide Melissa / Scholl Entwürfe sind in jeweils fünf Farben erhältlich, von klassischem Schwarz über warmes Caramel bis mediterranem Türkis. Die Schuhe kosten 109 Euro beziehungsweise 119 Euro. Das Sommergefühl gibt es gratis dazu.