Der Fußballverband des Senegal zieht nach dem aberkannten Afrika-Cup-Titel wie angekündigt vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Der Gerichtshof bestätigte in einer Mitteilung den Eingang der Berufung gegen den afrikanischen Fußballverband (CAF).
Der senegalesische Verband geht in Berufung, nachdem das Berufungsgericht des CAF zwei Monate nach dem von Tumulten geprägten Endspiel dem Einspruch Marokkos stattgegeben hat. Das Spiel, das der Senegal sportlich mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen hatte, wurde damit 3:0 für Marokko gewertet.
Daraufhin kündigte der Senegal an, er werde „alle geeigneten Rechtsmittel ausschöpfen, einschließlich des Ganges vor die zuständigen internationalen Gerichtsinstanzen“. Ziel sei, dass dem sportlichen Ergebnis wieder Vorrang eingeräumt werde.
Senegals Spieler hatten in dem chaotischen Finale vom 18. Januar in Rabat beim Stand von 0:0 nach einem späten Elfmeterpfiff für Marokko aus Protest zwischenzeitlich den Platz verlassen. Erst nach längerer Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Der marokkanische Stürmer Brahim Díaz vergab den folgenden Strafstoß. In der anschließenden Verlängerung traf Pape Gueye (94.) zum 1:0-Endstand für Senegal.
Regelung des Afrika-Cups sieht Aufgabe Senegals
Das Gericht des CAF begründete seine Entscheidung zugunsten Marokkos mit einer Regelung des Afrika Cups, wonach das senegalesische Team durch das Verlassen des Platzes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung gegen Ende der regulären Spielzeit die Partie aufgegeben habe. In erster Instanz war Senegals Verband nur zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
Der CAS kündigte nach Eingang der Berufung des senegalesischen Verbandes eine möglichst zeitnahe, aber sorgfältige Entscheidung an. „Wir verstehen, dass Teams und Fans gespannt auf die endgültige Entscheidung warten, und wir werden sicherstellen, dass das Schiedsverfahren so zügig wie möglich durchgeführt wird, wobei das Recht aller Parteien auf ein faires Verfahren gewahrt bleibt“, sagte CAS-Generaldirektor Matthieu Reeb.
