Serien im März: The Comeback, Bait, Scarpetta, Vladimir, Celeste – Medien

Worum geht’s: Die besten Karrierezeiten von Valerie Cherish (Lisa Kudrow) liegen weit zurück, da ergattert die Schauspielerin überraschend eine Hauptrolle in einer Sitcom. Der Haken: Die wird komplett von einer KI geschrieben, was niemand wissen soll. Valerie ist Meisterin darin, anderen etwas vorzumachen, leider aber noch mehr sich selbst, und versucht, sich in den Zumutungen der modernen Medienwelt ein bisschen Restwürde zu bewahren.

Heimlicher Star: Ella Stiller als Patience, die maximal unbeeindruckt das Comeback von Valerie für Social Media dokumentiert.

Nicht geeignet für: Menschen, die peinliche Situationen nicht ertragen. Stefan Niggemeier

Acht Folgen, auf HBO Max.

Bait

Bond. James Bond. So stellt es sich Shah Latif (Riz Ahmed) zumindest vor.
Bond. James Bond. So stellt es sich Shah Latif (Riz Ahmed) zumindest vor. Courtesy of Prime

Worum geht’s: Die gefühlt endlose Suche nach dem nächsten James Bond hat vielleicht bald ein Ende. Der Favorit: Shah Latif (Riz Ahmed), ein pakistanischstämmiger Muslim. In den Stunden vor dem entscheidenden Casting muss der Schauspieler nur noch das Internet, sein Umfeld und – am wichtigsten – sich selbst überzeugen.

Heimlicher Star: Guz Khan als Shahs Cousin Zulfi. Laut, penetrant, aber wahnsinnig liebenswert. Und viel selbstbewusster als der zweifelnde Shah.

Nicht geeignet für: Alle, die finden, der nächste James Bond müsste unbedingt wieder ein Vertreter des weißen britischen Establishments sein. Florian Kaindl

Sechs Folgen, auf Prime.

Scarpetta

Im aktuellen Mordfall findet sie nach und nach Ungereimtheiten: Nicole Kidman als Kay Scarpetta.
Im aktuellen Mordfall findet sie nach und nach Ungereimtheiten: Nicole Kidman als Kay Scarpetta. Connie Chornuk/Prime

Worum geht’s: Kay Scarpetta (Nicole Kidman) kehrt in ihren Job als Forensikerin zurück. Bald holt sie ein jahrzehntealter Mordfall ein und bringt sie ins Zweifeln, ob damals der richtige Täter gefasst wurde. Wenn sie sich nicht gerade darüber den Kopf zerbricht, streitet sie mit ihrer durchgeknallten Schwester Dorothy (Jamie Lee Curtis), manchmal nicht nur mit Worten, sondern auch mit bloßen Händen.

Heimlicher Star: Bobby Cannavale als Dorothys Ehemann. Dieser Pete Marino ist vermutlich der Einzige mit ein wenig Herz.

Nicht geeignet für: Genrepuristen. „Scarpetta“ ist ein Mix aus Thriller, Drama und Comedy. Carolin Gasteiger

Acht Folgen, auf Prime.

Vladimir

Ach ja, die Bücher. Vladímír (Leo Woodall) will seine Kollegin M (Rachel Weisz) davon überzeugen, wieder zu schreiben.
Ach ja, die Bücher. Vladímír (Leo Woodall) will seine Kollegin M (Rachel Weisz) davon überzeugen, wieder zu schreiben. Courtesy of Netflix © 2026

Worum geht’s: Hach, dieser Vladímír! Immer wieder spukt er durch den Kopf der Literaturprofessorin M, die ihn immer mehr begehrt. Rachel Weisz stolpert unbeholfen wie ein bis über beide Ohren verliebter Teenie durch die Serie und beweist großes komödiantisches Talent.

Heimlicher Star: John Slattery spielt Ms Ehemann, wegen zahlreicher Affären vom Dienst suspendiert. Und ähnlich unbeholfen wie seine Frau. Nur aus anderen Gründen.

Nicht geeignet für: Alle, die keinen Humor haben. Carolin Gasteiger

Acht Folgen, auf Netflix.

Celeste

Finanzinspektorin Sara Santanos (Carmen Machi) ist dem Popstar Celeste auf der Spur.
Finanzinspektorin Sara Santanos (Carmen Machi) ist dem Popstar Celeste auf der Spur. © Movistar Plus/Telefónica Audio

Worum geht’s: Auch Weltstars müssen irgendwo leben, unabhängig davon, dass sie viel unterwegs sind. Die Popsängerin Celeste (Andrea Bayardo) ist Mexikanerin, hält sich aber sehr viel in Spanien auf. So oft, dass sie in dem Land auch Steuern zahlen müsste? Das versucht die Finanzinspektorin Sara Santano (Carmen Machi) zu belegen, die in fast allem das Gegenteil der glamourösen Celeste darstellt. Und trotzdem das Kraftzentrum dieser Serie ist.

Heimlicher Star: Terry, der strubbelige Hund von Saras verstorbenem Mann, um den sie sich eher widerwillig kümmert. Running Gag: Er zeigt seine Zuneigung, indem er jeden Tag in die Wohnung pinkelt.

Nicht geeignet für: Menschen, die Popstars grundsätzlich für interessanter halten als weniger berühmte Personen. Stefan Fischer

Sechs Folgen, in der Arte-Mediathek.

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