Bayern: LKA warnt nach Todesfällen vor Opioid-Vapes

Nach zwei Todesfällen in weniger als einem Monat in Bayern warnt das Landeskriminalamt (BLKA) vor synthetischen Opioiden, deren Wirksamkeit um ein Vielfaches höher sein kann als die von Heroin. Das teilt die Münchner Behörde am Mittwoch mit. Demnach handele es sich um Vorfälle in den Regionen Oberbayern und der Oberpfalz. Zudem soll es einen Fall mit zwei Vergiftungen gegeben haben, davon eine mit lebensbedrohlichen Folgen für den Betroffenen.

Sowohl die beiden Toten als auch die beiden Vergiftungsfälle hätten das synthetische Opioid Etodezitramid zusammen mit anderen psychoaktiven Stoffen gemischt und über eine Vape konsumiert, erklärt das Landeskriminalamt. Einer der Konsumenten sei reanimiert worden. Ein Opioid ist eine Gruppe von Schmerzmitteln und wird etwa über eine Vape konsumiert, um Entspannung oder Euphorie zu erzeugen. Opioide können abhängig machen und sind etwa in Kombination mit Alkohol gefährlich.

E-Zigaretten oder Vapes (vom englischen Begriff Vaporizer, auf Deutsch: Verdampfer) sind elektronische Zigaretten, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Dieses sogenannte E-Liquid wird über ein batteriebetriebenes Heizelement erwärmt, verdampft und anschließend über ein Mundstück eingeatmet. Die Flüssigkeit besteht in der Regel aus den Feuchthaltemitteln Propylenglykol und Glycerin, aus Nikotin sowie Aroma- und Geschmacksstoffen. Auch synthetische Opioide wie Fentanyl oder Nitazenen werden über Vapes konsumiert.

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt deshalb in ihrer Mitteilung eindringlich vor dem Konsum von derartigen rauschgiftartigen Chemikalien, insbesondere synthetischen Opioiden sowie deren Aufnahme mittels Vapes. „Es gibt bei diesen Chemikalien noch keine gesicherten Erkenntnisse, in welcher Konzentration welche Wirkung erzeugt wird“, heißt es darin weiter. „Bereits geringe Überdosierungen können zu schweren gesundheitlichen Folgen bis zum Tod führen.“