Pacurion bietet neuen Palettenpreisindex

Dafür hat die FOM Hochschule in Zusammenarbeit mit Pacurion ein wissenschaftlich fundiertes Validierungsverfahren entwickelt und am Pacurion Palettenpreisindex angewandt, so das Unternehmen. „Allein in Deutschland macht der Einkauf von Ladungsträgern ein Volumen von rund zehn Milliarden Euro aus“, erklärte Dominik Leufgen, Co-Gründer und Co-CEO von Pacurion, zum Hintergrund. „Angesichts der Preisschwankungen wird ihre Beschaffung für Unternehmen immer häufiger ein strategisches Thema. Ein präziser, aktueller und vertrauenswürdiger Palettenpreisindex kann Investitionsentscheidungen massiv unterstützen.“

Auch heute werden bereits Indizes für die Preisermittlung von Ladungsträgern herangezogen. „In der Praxis werden häufig etwa 70 Prozent der tatsächlichen Preisentwicklung über HPE- oder EUWID-Indizes erfasst – der verbleibende Anteil über weitere Indizes oder Verhandlungen “, erklärte Dennis Maschmeyer, Co-Gründer und Co-CEO von Pacurion. Das sei in manchen Fällen, wie beispielsweise beim Ausgleich von Palettenschulden, aber „nicht exakt genug“, so Maschmeyer. Man sei mit seinem Palettenpreisindex daher einen neuen Weg gegangen.

Als digitale Handelsplattform von Ladungsträgern verfügt Pacurion tagtäglich über reale Auftrags- und Angebotsdaten. Seit 2020 ist das Unternehmen am Markt, wickelt pro Jahr rund sieben Millionen Ladungsträger ab und arbeitet nach eigenen Angaben mit rund 1500 Geschäftspartnern in 17 Ländern zusammen. „Die Qualität der Daten spielt bei der Berechnung von Indizes eine wichtige Rolle“, sagte Professor Volker Engels, von der FOM Hochschule. Pacurion stelle mit der „Erfassung, Abwicklung und Lieferung von knapp 600.000 Ladungsträgern pro Monat in Deutschland eine repräsentative Abbildung des Ladungsträgermarktes sicher“, so Engels weiter.

Da alle abgegebenen Angebote und abgeschlossenen Aufträge rechtlich bindend sind, liegen laut Pacurion mit diesen Daten exakte Marktpreise vor – und erfüllen damit das Kriterium der höchsten Genauigkeit. Die Aktualität der Daten werde durch die tägliche Echtzeit-Erhebung und die monatliche Auswertung gewährleistet, wodurch der Index stets die aktuellen Marktdynamiken widerspiegelt. Wichtig war bei der Zusammenarbeit mit der Hochschule auch die wissenschaftliche Methode, mit der die Richtigkeit der Index-Berechnung sichergestellt wird. Wenn ein Preisindex auf Basis vorhandener Marktdaten erstellt werden soll, treffen schließlich auch unterschiedliche Interessen aufeinander: Während Pacurion als Marktplatzbetreiber seine Daten nicht offenlegen will, fordern Kunden und Geschäftspartner nachvollziehbare und valide Indexwerte.

„Unser Ansatz zur Berechnung des Palettenpreisindex basiert auf einer spezialisierten Blockchain-Technologie, die Sicherheit und Transparenz vereint“, erklärte Professor Engels. Man könne damit die Korrektheit der statistischen Auswertungen belegen, ohne sensible Rohdaten offenzulegen. „Eine integrierte Datenverarbeitungskomponente wandelt die Eingangsdaten in aggregierte Kennzahlen um – und schafft so die Grundlage für einen nachvollziehbaren, manipulationssicheren und wissenschaftlich fundierten Preisindex“, so Engels. „Uns ist es gelungen, ein neuartiges, generisches Validierungsverfahren für die Berechnung von Indizes zu entwickeln und prototypisch zu implementieren“, fügte Professor Thomas Hanke von der FOM Hochschule hinzu.

Durch die Einbindung umfangreicher Marktdaten und regionaler Unterschiede bilde der Pacurion Palettenpreisindex die tatsächlichen Marktbewegungen präzise ab, daher betont Dominik Leufgen von Pacurion: „Wir haben einen Palettenpreisindex geschaffen, der den Markt realistisch widerspiegelt, regionale Besonderheiten berücksichtigt und gleichzeitig maximale Transparenz bietet – das ist ein echter Fortschritt für die gesamte Branche.“