Drahtlos im GrünenNur diese beiden Mähroboter sind „gut“
24.03.2026, 13:36 Uhr
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Wer aus welchen Gründen auch immer nicht selbst Hand an seinen Rasen legen möchte, kann auch auf die Dienste eines Mähroboters zurückgreifen. Geräte der neuesten Generation navigieren dabei per Satellit oder Kamera. Dadurch soll auch ohne Begrenzungsdraht verhindert werden, dass der Roboter im Blumenbeet randaliert.
Rasenmähen hat durchaus was. Es findet an der frischen Luft statt und sorgt zumindest für etwas Bewegung. Wer keine Lust dazu hat, lässt einen Mähroboter ran. Denn ganz ohne Rasenmähen wird das gepflegte Grün schnell zur Wiese. Für die neuesten Modelle müssen Greenkeeper nicht einmal mehr Begrenzungsdrähte verlegen, denn die finden ihren Weg mithilfe von Kameras oder Satellitensignalen.
Die Stiftung Warentest hat acht drahtlose Mähroboter zu Preisen zwischen 601 und 1699 Euro untersucht. Mit denen soll laut Anbietern eine Rasenfläche von maximal 600 bis 900 Quadratmetern zu mähen sein. Die kleinen Messer der Geräte müssen allerdings regelmäßig gewechselt werden. Ein Satz kostete bis zu 15 Euro. Für Ersatzakkus sind zwischen 60 Euro und 180 Euro zu bezahlen.
Damit die Gartenhelfer loslegen können, muss für Mähroboter mit Satellitenempfang zusätzlich zur Ladestation eine kleine Satellitenantenne mit freier Sicht in den Himmel aufgestellt werden. Dichte Bäume, Überdachungen oder auch hohe Häuserwände können den Empfang erschweren.
Alle Modelle liefern einen schönen Rasenschnitt
Ergebnis: Alle Modelle liefern einen schönen Rasenschnitt. Und mit dem „Ecovacs Goat O800 RTK“ (Note 2,4, 774 Euro) und dem „Dreame Mova 600“ (2,5, 699 Euro) erhielten zwei drahtlos navigierende Mähroboter das Gesamturteil „gut“. Womit die beiden Testsieger genannt sind. Die anderen Geräte schwächelten, etwa in der Navigation oder Sicherheit: Sie stoppten bei der Untersuchung nicht vor einer liegenden Kinderarm-Attrappe. Kinder und Haustiere sollten sich aber ohnehin nicht unbeaufsichtigt in der Nähe des Mähroboters aufhalten. Vor allem ist dabei auf Igel achtzugeben, denn die fliehen nicht vor Gefahr, was im Kontakt mit Mährobotern zu schlimmen Verletzungen führen kann. Da die Tiere vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs sind, sollten die Geräte nur tagsüber zum Einsatz kommen.
Abgesehen davon wurde aber kein Produkt schlechter als „befriedigend“ bewertet. Was auch daran lag, dass die Drahtlosen in der Praxis meist gut navigierten – und damit besser als die Mähroboter in vorherigen Tests.
Ein herkömmlicher Rasenmäher, eine Grasschere oder ein Rasentrimmer werden aber auch trotz des Einsatzes der Helfer weiterhin benötigt. Rund um die Ladestation und an den Rändern blieben im Test je nach Modell bis zu 20 Zentimeter breite Rasenstreifen stehen, die nachgemäht werden mussten.
