Rasen im Frühling pflegen, düngen und mähen

Stand: 23.03.2026 21:46 Uhr

Viele wünschen sich einen saftig grünen und kräftigen Rasen. Im Frühjahr braucht er deshalb Pflege: Für kräftiges Wachstum muss das Grün gedüngt, gemäht, nachgesät und von Moos befreit werden.

Kahle Stellen, eine bräunliche Farbe und von Moos durchsetzt – nach dem Winter sehen die meisten Rasenflächen ziemlich unansehnlich aus. Der richtige Zeitpunkt fürs Mähen, Düngen und Aussäen ist gekommen, wenn die Bodentemperatur mindestens zehn Grad beträgt. Bei niedrigeren Temperaturen wächst Rasen nicht und auch die Saat keimt nicht.

Rasen mähen und begutachten

Ein Hand hält Rasenfilz

Rasenfilz – eine Mischung aus Mährückständen und Moos – führt dazu, dass der Rasen nicht genügend Luft bekommt.

Wenn es so weit ist, den Rasen als Erstes von restlichem Laub und Ästen befreien. Dann kann er gemäht werden. Dafür den Rasenmäher auf die niedrigste Stufe einstellen – der Rasen sollte möglichst kurz werden. So erhält man einen guten Überblick über den Zustand der Rasenfläche. Die Stellen, die in der Sonne liegen, sind meistens in Ordnung. In schattigen Bereichen ist der Rasen hingegen oftmals von Moos durchzogen. Wichtig: Die Messer des Rasenmähers sollten scharf sein, damit das Grün auch wirklich geschnitten und nicht bloß abgerissen wird.

Moos entfernen für gesunden Rasen

Kleinere Moosflächen können mit einem Handvertikutierer oder einer Eisenharke entfernt werden. Für größere Bereiche eignen sich elektrische Vertikutierer, die beispielsweise Baumärkte verleihen. Durch das Vertikutieren werden Moos und Mulch entfernt und der Boden belüftet. Zusätzlich kann man den Boden mit einer Forke an mehreren Stellen behutsam auflockern. Das regt das Wachstum des Rasens an. Die Nutzung von Eisendünger gegen Moos im Rasen ist nicht zu empfehlen, dieser ist nicht nur giftig, sondern hilft auch nur kurzfristig, indem das Moos verätzt wird.

Moos wird in einer Hand vor einem Rasen gehalten.

Verfilzter Rasen braucht besondere Pflege. Was hilft gegen Moos und Unkraut? Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Bei saurem Boden Kalk ausbringen

Als Nächstes ist es wichtig, den pH-Wert des Bodens zu überprüfen. Den Wert kann man mit einem Schnelltest aus dem Baumarkt in wenigen Minuten ermitteln. Der pH-Wert sollte etwa zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Ist der Wert niedriger und der Gartenboden somit eher sauer, kann man ihn mit etwas Kalk anreichern und den pH-Wert anheben. So kann der Rasen besser Nährstoffe aufnehmen. Bei sandigem Boden darf der Wert auch etwas niedriger liegen, lehmiger Boden verträgt einen etwas höheren pH-Wert. Am einfachsten und gleichmäßigstem geht das Kalken mit einem Streuwagen. Wichtig: Nach dem Kalken etwa zwei Wochen warten bis zum Düngen.

Lichte Stellen im Rasen ausbessern

Gärtner Peter Rasch bringt vorgekeimte Rasensaat aus

Profitipp von Gärtner Peter Rasch: Vorgekeimte Saat lässt kahle Stellen im Rasen schnell wieder grün werden.

Für die schnelle Ausbesserung kahler Stellen lässt sich Rasensaat vorkeimen. Dazu in einem Eimer Gartenboden – besonders gut geeignet ist die Erde von Maulwurfshügeln – mit Rasensamen und Wasser zu einem Brei vermischen. Wichtig ist, dass die Samen nicht auf dem Wasser schwimmen. Anschließend die Mischung am besten im Haus bei mindestens 20 Grad lagern. Nach etwa zehn Tagen zeigen sich kleine weiße Wurzeln und die ersten grünen Blättchen. Das Gemisch nicht zu dick auf die kahlen Stellen im Rasen auftragen und leicht andrücken. Gießen ist nicht erforderlich, denn die Erde mit der gekeimten Rasensaat ist meist feucht genug und auch der Boden enthält genügend Feuchtigkeit.

Video:
Lücken im Rasen ausbessern – wie es auch im März klappt (4 Min)

Größere Rasenflächen neu aussäen

Auf größeren Flächen, wo sich Trampelpfade andeuten oder der Rasen ausgedünnt ist, muss neu ausgesät werden. Dafür eignet sich am besten zertifizierte Rasensaat. Diese ist an der Bezeichnung RSM zu erkennen, die sogenannten Regel-Saatgut-Mischungen stehen für gute Qualität. Für das direkte Aussäen der Saatkörner eignet sich am besten ein Streuwagen. Wer keinen hat, kann sich auch ganz leicht eine Saathilfe selbst bauen. Dazu in den Boden eines Eimers ein Loch mit einem Durchmesser von rund einem Zentimeter bohren. Die ausgebrachten Saatkörner nach dem Aussäen fest andrücken und bewässern.

Rasensamen werden locker aus dem Handgelenk gestreut

Wer einen Rasen anlegt, muss vor allem den Boden richtig vorbereiten. Worauf kommt es an? Welche Saat ist die richtige?

Düngen mit Kompost

Um die Bodenaktivität zu verbessern, eine dünne Schicht aus fein gesiebtem Kompost auf dem Rasen verteilen. Dieser natürliche Dünger regt das Bodenleben an und schützt das Saatgut gleichzeitig davor, von Vögeln gefressen zu werden. Den Kompost einfach mit der Harke ganz dünn auf der Fläche verteilen. Wenn der Rasen besonders dicht und grün werden soll, ist zusätzlich etwas Dünger ratsam. Dafür empfiehlt sich ein Bio-Rasendünger. Nach dem Düngen zwei Tage lang nicht mähen.

Ein Mann mit Gartenhandschuhen füllt Dünger in einen Streuwagen.

Dreimal im Jahr düngen sorgt für einen gesunden Rasen. Wann ist ein guter Zeitpunkt dafür und was gilt es zu beachten?

Damit die Samen Bodenkontakt haben, walzt Gärtner Rasch die Fläche mit einer Walze.

Bilderstrecke

Wie wird Rasensaat am besten verteilt? Worauf kommt es beim Bewässern an? Gärtner Peter Rasch zeigt, wie das Säen von Rasen gelingt.

Rollrasenmatten

Schön gewachsen und sattgrün: Rollrasen hat viele Vorteile, ist aber recht teuer. Wer die Soden selbst verlegt, spart.

Im Rasen hat sich ein einjährige Wildgras breit gemacht, das schnell vertrocknet.

Wenn der Rasen von braunen Flecken durchsetzt ist, kann das an der Gemeinen Rispe liegen. So wird er wieder grün.

Person führt einen Rasenmäher auf einer Wiese

Ein optimal gepflegter Rasen ist grün, dicht und saftig. Damit das Gras optimal wächst, braucht es regelmäßige Pflege.