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Spritsparend fahren: Tipps vom ADAC-Fahrtrainer (3 Min)
Stand: 23.03.2026 10:12 Uhr
Die Benzinpreise steigen, auch Lebensmittel und Heizen sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Häufig lassen sich die Lebenshaltungskosten aber mit einigen einfachen Maßnahmen senken.
Abo-Gebühren, Einkäufe, Mietzahlungen und Kosten für Versicherungen: Vielen Menschen ist gar nicht genau bewusst, welche Ausgaben sie haben – von tagtäglich entstehenden Kosten bis zu regelmäßigen Zahlungen, die per Dauerauftrag oder Lastschrift vom Konto abgebucht werden. Sparpotenzial ist fast immer gegeben, oft sind die kleinen Änderungen im Verhalten zudem gut für Umwelt und Klima.
Überblick verschaffen und Bankkonto checken
Um sich einen genauen Überblick über die regelmäßigen, aber auch alle weiteren Ausgaben zu verschaffen, sollte man zunächst das Bankkonto überprüfen. Wie viel Geld kommt jeden Monat rein, wie viel geht wofür ab? Schauen Sie bei jedem Umsatz genau hin, denn häufig ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, welcher Zahlungsgempfänger sich hinter einer Abbuchung verbirgt.
Haushaltsbuch über alle Ausgaben führen
Um einen detaillierten Überblick über alle Ausgaben zu bekommen, kann ein Haushaltsbuch hilfreich sein. So wird deutlich, wo das Geld bleibt und wo man sparen kann. Oft sind es Kleinigkeiten, die spontan gekauft werden. Auch laufende Kosten sind oft zu hoch. Durch ein Haushaltsbuch werden Ausgaben planbar. Wer kein klassisches Buch nutzen möchte, kann auf eine App zurückgreifen.
Für die Eintragungen benötigt man allerdings Disziplin. Alle Kassenbons, auch mit geringem Warenwert, sollten gesammelt werden. Dazu zählen auch beispielsweise die Bons für den täglichen Becher Kaffee und das belegte Brötchen auf dem Weg zur Arbeit. Hier bietet sich großes Sparpotenzial, wie die Beispielrechnung zeigt: Fünf mal drei Euro für Kaffee, fünf mal vier Euro für das Brötchen – das macht 140 Euro in vier Wochen und circa 1.680 Euro im Jahr.
Verträge und Bankgebühren prüfen
Wie viel zahle ich für Haftpflicht- und Hausratversicherung? Was kosten der Internet-Anschluss und die Versicherung fürs Auto? Es lohnt sich, gelegentlich alle Verträge durchzugehen und zu prüfen, ob sich ein Tarifwechsel lohnt oder andere Anbieter günstigere Konditionen anbieten. Womöglich hat man auch die ein oder andere unnötige Versicherung Die Verbraucherzentralen bieten spezielle Beratungen an.
Auch die Gebühren für das Girokonto sollte man im Auge behalten. Denn es kommt vor, dass Banken die Geschäftsbedingungen ändern und bisher kostenlose Leistungen nicht mehr anbieten. So können zum Beispiel für Überweisungen am Schalter oder Barabhebungen bzw. -einzahlungen zusätzliche Gebühren fällig werden. Auch für Kreditkarten verlangen Banken häufig eine Gebühr. Wer die Karten nur selten oder nie nutzt, sollte sie kündigen.
Für die Nutzung von Geldautomaten anderer Banken oder freier Automatenbetreiber fallen pro Abhebung ebenfalls meist Extra-Gebühren an. Es gibt aber Zusammenschlüsse einiger Banken, die das Abheben an ihren Automaten untereinander kostenlos anbieten.
Diesel und Benzin sparen
Vor allem die Spritpreise sind zuletzt stark gestiegen. Um den Verbrauch möglichst niedrig zu halten, sollte das Auto immer gut gewartet sein und der Reifendruck regelmäßig kontrolliert werden. Frühes Hochschalten lohnt sich ebenfalls: Ab Tempo 30 in den dritten, ab 40 in den vierten und ab 50 bis 60 Stundenkilometern in den fünften Gang – dieser Fahrstil kann bis zu 25 Prozent Kosten einsparen. Die Klimaanlage auszuschalten spart ebenfalls Sprit.
Öfter mal das Auto stehen zu lassen, kann ebenfalls Geld sparen. Wer auf dem Land wohnt, kann versuchen, Fahrgemeinschaften mit in der Nähe wohnenden Kollegen zumindest für Teilstrecken zu bilden. In der Stadt bietet sich neben dem öffentlichen Nahverkehr vor allem das Fahrrad als Alternative an. Lastenräder eignen sich auch für den Transport größerer Einkäufe.
Beim Einkaufen unnötige Ausgaben vermeiden
Viele Menschen lassen sich durch Werbung zu Spontankäufen verleiten, ohne vorher zu überlegen, ob das Produkt wirklich benötigt wird. Vor allem bei größeren Anschaffungen sollte man sich daher stets Zeit nehmen und sich ehrlich fragen, ob der Kauf notwendig ist. Auch lohnt es sich, Prospekte und Online-Portale nach Angeboten zu durchstöbern. Kleidung oder Einrichtungsgegenstände werden immer wieder mit hohen Rabatten angeboten. Aber Vorsicht: Manchmal ist ein vermeintliches Schnäppchen gar keins. Deshalb vor dem Kauf unbedingt die Preise vergleichen.
Einkaufslisten sind hilfreich beim Lebensmitteleinkauf hilfreich, um nur das zu kaufen, was wirklich gebraucht wird. Gehen mehrere Familienmitglieder einkaufen, sind Einkaufslisten-Apps eine gute Möglichkeit, Doppelkäufe zu vermeiden oder bei Bedarf neue Posten hinzuzufügen. Im Supermarkt finden sich häufig Angebote für Lebensmittel, die kurz vor dem Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. Diese Waren wie etwa Joghurt oder Wurst sind noch völlig in Ordnung, aber für einen sehr günstigen Preis zu haben.
Zwar ist es sinnvoll, einen Vorrat an Lebensmitteln im Haus zu haben. Dennoch sollte man darauf achten, nicht zu große Mengen einzukaufen und diese rechtzeitig zu verbrauchen. Verdorbene Lebensmittel wegzuwerfen, ist ärgerlich und unnötige Geldverschwendung.
Kosten für Strom und Gas senken
Bei der Wahl des Gas- und des Stromanbieters sollte man neben dem Preis auch die Mindestvertragslaufzeit beachten. Vergleichsportale helfen bei der Auswahl. Viele Anbieter arbeiten mit Mindestlaufzeiten von einem Jahr, es gibt aber auch Verträge, die monatlich kündbar sind.
Mit einigen einfachen Maßnahmen kann man zudem seinen Stromverbrauch im Haushalt senken. Geräte sollten stets ganz ausgeschaltet sein, wenn sie nicht benötigt werden – der Stand-by-Betrieb reicht nicht. Durch Zeitschaltuhren sowie energiesparendes Verhalten bei Internet-Nutzung und Streaming kann man ebenfalls Strom sparen. Das schont sowohl den eigenen Geldbeutel als auch die Umwelt.
Heizkosten senken und Geld sparen
Die Heizkosten gehören beim Wohnen meist zu den größten monatlichen Posten. Um zu sparen, die Heizkörper stets nur so weit aufdrehen, dass die Wohnung nicht auskühlt. Wenn tagsüber niemand zu Hause ist, kann die Heizung auf einer niedrigen Stufe stehen. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur niedriger sein als im Wohnzimmer.
Reparieren statt wegwerfen und leihen statt kaufen
Als Laie kann man vieles nicht selbst reparieren. Hilfe bieten Repair-Cafés, in denen Experten ehrenamtlich arbeiten. Sie können das alte, liebgewonnene Küchenradio, das Notebook oder das alte Fahrrad wieder flott machen. Manchmal bekommt man dort auch Anleitungen, wie man es selbst reparieren kann.
Ist ein elektronisches Gerät kaputt, muss man es nicht unbedingt neu kaufen. Händler wie Rebuy, Back Market oder Refurbed bieten aufbereitete und geprüfte Handys, Notebooks oder Tablets an – mit Garantie und zu einem deutlich günstigeren Preis als Neuware.
Gegenstände, die man nicht oft benötigt, kann man leihen statt sie kaufen. Ein motorbetriebener Erdbohrer, eine besonders hohe Leiter oder eine Kettensäge kommen meist nur selten zum Einsatz und sind in der Anschaffung häufig kostspielig. Häufig lohnt es sich, in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis herumzufragen, ob jemand das gesuchte Gerät besitzt. Alternativ kann man Werkzeuge in vielen Baumärkten stunden- oder tageweise mieten.
Rücklagen bilden mit der 50-30-20-Regel
Wenn möglich, sollte man versuchen, regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag auf die Seite zu legen, auch wenn es nur eine kleine Summe ist. Diese Rücklagen sollten nur für Notfälle verwendet werden, also zum Beispiel, wenn die Waschmaschine kaputt ist und ersetzt werden muss. Banken raten häufig zur sogenannten 50-30-20-Regel, mit der sich das monatliche Nettoeinkommen sinnvoll aufteilen lässt. Danach sollten 50 für die monatlichen Fixkosten ausgegeben werden, 30 Prozent für persönliche Wünsche und Freizeitgestaltung und 20 Prozent angespart oder zum Tilgen von Schulden verwendet werden.










