Knall bei Hannover 96: Sportgeschäftsführer Schmadtke schon wieder weg

Hannovers Geschäftsführer Jörg Schmadtke

AUDIO: Viel Raum für Spekulationen: Hannover 96 und Jörg Schmadtke trennen sich (3 Min)

Aus nach nur drei Monaten

Stand: 23.03.2026 09:03 Uhr

Sportgeschäftsführer Jörg Schmadtke und Hannover 96 gehen schon wieder getrennte Wege – nach nur 81 Tagen. Das gab der Fußball-Zweitligist am Sonntagabend überraschend bekannt.

In einer kurz gehaltenen Mitteilung sprach der Club von einer „einvernehmlichen Trennung zum 31. März 2026“. Gründe für das Aus des 62-Jährigen, der erst zu Beginn des Jahres von dem zu RB Salzburg abgewanderten Marcus Mann übernommen hatte, nannte Hannover nicht.

Jörg Schmadtke

2. Liga

Jörg Schmadtke übernimmt als Sport-Geschäftsführer die Verantwortung für die Lizenzmannschaft und die 96-Akademie. Er erhält einen Vertrag bis 2029.

Auch zu einem möglichen Nachfolger gab es keine Informationen. Die Aufsichtsgremien würden „zu gegebener Zeit über eine Neubesetzung eines Geschäftsführers Sport der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA entscheiden“, hieß es.

Schmadtke hatte erst im Januar von Mann übernommen

Schmadtke hatte im Dezember einen Vertrag bis zum 28. Februar 2029 an der Leine erhalten. Es war seine zweite Amtszeit bei den „Roten“. Während seiner ersten hatte der Verein die Bundesliga-Saison 2010/2011 auf dem vierten Platz beendet, das Team spielte in den beiden Folgejahren zudem in der Europa League.

Nach seinem Abschied von 96 arbeitete Schmadtke beim 1. FC Köln und VfL Wolfsburg, bis Februar 2024 war er als Sportdirektor des FC Liverpool tätig gewesen. Begonnen hatte der ehemalige Profi seine Managerlaufbahn bei Alemannia Aachen.

Bindzus und Becker übernehmen interimsweise

Die Aufgaben Schmadtkes sollen der Meldung zufolge interimsweise durch den Geschäftsführer Henning Bindzus und den Sportdirektor Ralf Becker übernommen werden.

Hannover hat unter Trainer Christian Titz als Tabellenfünfter der 2. Liga noch gute Chancen auf die Rückkehr in die Bundesliga. Nach dem 1:0 im Niedersachsenderby gegen Eintracht Braunschweig fehlen 96 nur zwei Punkte auf einen direkten Aufstiegsplatz. „Für Hannover 96 steht die Verwirklichung der sportlichen Ziele der laufenden Saison weiterhin im Vordergrund“, hieß es in der Mitteilung zur Trennung von Schmadtke.

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2. Bundesliga

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