Cooper Lutkenhaus: 17-Jähriger ist jüngster Leichtathletikweltmeister

Der 17-jährige US-Athlet Cooper Lutkenhaus ist der jüngste Weltmeister in der Geschichte der Leichtathletik. Lutkenhaus sicherte sich bei der Hallenweltmeisterschaft in Polen in 1:44,24 Minuten den Titel über 800 Meter. Laut Weltverband ist er damit auch der jüngste Einzelmedaillengewinner überhaupt – unter dem Hallendach und draußen im Stadion.

„Ich bin total überrascht, wie viel Unterstützung ich von allen um mich herum bekommen habe, gerade als Teenager, der auf höchstem Niveau antritt“, sagte Lutkenhaus. Er und die 4-mal-400-Meter-Staffeln der USA sorgten dafür, dass das Land die WM als erfolgreichste Nation abschloss.

Die 14 deutschen Athletinnen und Athleten gingen beim Kampf um Medaillen dagegen leer aus. Nicht dabei waren Weitspringerin Malaika Mihambo oder Zehnkampfweltmeister Leo Neugebauer. Bei den Titelkämpfen 2024 in Glasgow und ein Jahr später im chinesischen Nanjing hatte es jeweils eine deutsche Medaille gegeben.

Deutsche Leichtathleten setzen auf Europameisterschaft in Birmingham

Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye war zum Auftakt der Hallen-WM Fünfte geworden. Zum Abschluss wurde die deutsche Meisterin Marlene Meier Siebte über 60 Meter Hürden – erreichte aber die persönliche Bestleistung von 7,90 Sekunden. Der Titel ging in der Weltrekordzeit von 7,65 an Devynne Charlton von den Bahamas.

Einen weiteren Weltrekord bei der WM hatte zuvor der Schweizer Siebenkämpfer Simon Ehammer aufgestellt. Er hatte am Samstag die 14 Jahre alte Bestmarke des US-Amerikaners Ashton Eaton mit 6.670 Punkten um 25 Zähler verbessert.

Für den deutschen Leichtathletikverband sind in diesem Jahr die Europameisterschaften vom 10. bis 16. August in Birmingham der Höhepunkt. „Die Leichtathletikfans haben in Toruń (in Polen) viele starke Leistungen erlebt – die allerdings auch gezeigt haben, dass unser Weg zurück in die Weltspitze in einigen Disziplinen noch herausfordernd und weit ist“, sagte Leistungssportvorstand Jörg Bügner.