
Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
haben Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) und sein
Herausforderer von der CDU, Gordon Schnieder, ihre Stimmen abgegeben.
Der Regierungschef wählte im Wahllokal
in seinem Wohnort Bad Bergzabern (Landkreis Südliche Weinstraße). Schnieder gab im Wahllokal in seinem Wohnort Birresborn in der Vulkaneifel seine Stimme ab.
Nach dem Rücktritt von Ministerpräsidentin Malu
Dreyer (SPD) im Sommer 2024 stellt sich deren Nachfolger Schweitzer
erstmals dem Votum der Bürgerinnen und Bürger. Sein Herausforderer ist CDU-Partei- und
Fraktionschef Schnieder. Er ist der jüngere Bruder von
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.
Die Wahllokale haben seit acht Uhr geöffnet. Wahlberechtigt sind knapp drei Millionen Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren, bis 18 Uhr können sie ihre Stimme abgeben.
CDU liegt in Umfragen leicht vorn
Die Wahl entscheidet über die Zusammensetzung
des neuen Landtags in Mainz und damit auch indirekt darüber, ob
Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) im Amt bestätigt wird. Sein Herausforderer Gordon Schnieder will die CDU nach
35 Jahren wieder in die Staatskanzlei führen. Eine Fortsetzung der Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz ist
unwahrscheinlich: Die FDP wird den Sprung
über die Fünf-Prozent-Hürde voraussichtlich nicht mehr schaffen. Am wahrscheinlichsten ist eine
große Koalition.
Die CDU liegt in den Umfragen leicht vor der
SPD. In der letzten Umfrage des ZDF-Politbarometers kommt die CDU auf
29 Prozent. Das sind zwei Punkte mehr als die regierenden
Sozialdemokraten. SPD-Mann Schweitzer ist jedoch deutlich beliebter als
Christdemokrat Schnieder.
Die AfD könnte ihr stärkstes Ergebnis in einem
westdeutschen Bundesland einfahren. Die Grünen werden sich
voraussichtlich behaupten. Die Freien Wähler kämpfen – wie die FDP – um
den Wiedereinzug in den Landtag, und die Linke hat Chancen, es erstmals zu
schaffen.
