Niedersachsenderby: Hannover besiegt Braunschweig und ist Dritter

Hannovers Spieler bejubeln einen Treffer

LIVE: Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig

2. Bundesliga

Stand: 20.03.2026 20:39 Uhr

Hannover 96 hat das 184. Niedersachsenderby gegen Eintracht Braunschweig für sich entschieden. Die „Roten“ feierten am Freitagabend einen 1:0 (1:0)-Arbeitssieg und sprangen auf den Aufstiegsrelegationsrang. Die „Löwen“ müssen wieder nach unten schauen.

von Florian Neuhauss

Mann des Abends war Hannovers Maik Nawrocki, der Abwehrrecke erzielte den einzigen Treffer der Partie (30.). Die Hausherren bauten ihre Serie von ungeschlagenen Spielen gegen Braunschweig damit auf neun aus. Der bis dato letzte Dreier der Eintracht am Maschsee datiert vom Februar 1993.

Zumindest vorübergehend kletterte 96 auf den dritten Tabellenplatz. Trainer Christian Titz, der normalerweise für Offensivspektakel steht, ordnete diesem Erfolg alles unter. Braunschweig war phasenweise besser, hatte ein klares Chancenplus, steht am Ende aber mit leeren Händen da und droht in der Tabelle wieder weiter unten reinzurutschen.

Hannovers William Kokolo (m.) gerät mit Braunschweigs Mehmet Aydın aneinander

Brisantes Duell in der 2. Liga

Hannover 96 hat das Niedersachsenderby gegen Eintracht Braunschweig gewonnen. Alle News, Videos, Stimmen zum Prestigeduell hier im Liveblog.

Abbrennen von Pyrotechnik sorgt für lange Pause

Das Spiel war von der Polizei im Vorfeld als Begegnung „mit erhöhtem Risiko“ eingestuft worden. Deshalb gab es in der 96-Arena nur alkoholreduziertes Bier. Die Fanlager wurden strikt voneinander getrennt, 7.000 Plätze mussten deshalb leer bleiben. In der vergangenen Saison hatte die Polizei vor beiden Spielen einen Teilausschluss von Gästefans verhängt.

Hannovers Fans zünden bengalisches Feuer

Die 96-Fans zündeten während des Derbys jede Menge Pyrotechnik.

Vor dem Stadion blieb es ruhig. Die Vorkommnisse zu Beginn der zweiten Spielhälfte im Stadion dürften jedoch beide Clubs teuer zu stehen kommen. Die Braunschweiger Fans zündeten zahlreiche bengalische Feuer im Gästeblock. Das Feuerwerk, für das die Hannover-Fans verantwortlich waren, weckte mit vielen Raketen sogar Erinnerungen an die Silvesternacht – und dürfte ungleich teurer werden. Laut DFB-Strafenkatalog wird die Strafe dadurch weiter steigen, dass die Partie wegen schlechter Sicht für rund zehn Minuten unterbrochen werden musste.

Intensiv und hitzig, aber ereignisarm

Genau 2:14 Minuten waren in Hannover gespielt, da hätten die „Roten“ bereits in Führung gehen können. Benedikt Pichler kam nach einer Ecke aus vier Metern zum Abschluss, aber BTSV-Keeper Ron-Thorben Hoffmannn rettete mit einer starken Parade. Und würgte so den Schwung der ersten Minuten auch gleich wieder ab.

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick.

Das Spiel war intensiv, mitunter hart in den Zweikämpfen und immer wieder hitzig. Spielerisch blieb die Partie zwar zunächst noch einiges schuldig, dennoch wurden jede halbwegs gelungene Aktion und jeder Zweikampf von den Fans im Stadion lautstark begleitet. Die gute Stimmung täuschte allerdings nicht darüber hinweg, dass auf dem Platz lange recht wenig passierte.

Hannover bestraft Braunschweigs Fehler eiskalt

Hannovers Spieler bejubeln einen Treffer

Husseyn Chakroun (l.) jubelt mit dem Torschützen Maik Nawrocki.

Das 1:0 hatte sich dann auch wirklich nicht angedeutet – und die Braunschweiger Defensive hatte sich womöglich in falscher Sicherheit gewähnt. Hannovers Nawrocki stand nach der Flanke von Stefan Teitur Thordarson jedenfalls am Fünfmeterraum vollkommen frei und ließ Hoffmann mit seinem Kopfball keine Abwehr-Chance (30.). Es war Hannovers erster Schuss aufs Tor seit eben jener dritten Minute. Und gleich vier Braunschweiger, die zuvor Nawrocki nur andächtig zugeschaut hatten, versuchten hinterher, sich gegenseitig die Schuld fürs Gegentor in die Schuhe zu schieben.

Eintracht lässt seine Ausgleichschancen liegen

Die Eintracht, mit der zweitschlechtesten Offensive der Liga angereist, tat sich auch in Folge schwer, Chancen zu erspielen. Nach der Pyro-Unterbrechung waren die „Löwen“ aber auf einmal da. Jovan Mijatovic tauchte nach einem langen Schlag von Hoffmann im Straraum vor Nahuel Noll auf, scheiterte aber genauso am 96-Schlussmann (58.) wie kurz darauf Robin Heußer (61.) nach einem Sololauf über den rechten Flügel.

Den Hannoveranern hatte die Pause überhaupt nicht gut getan. Braunschweig führte zwischenzeitig nach Torschüssen mit 10:5. Doch auch die Eintracht blieb insgesamt zu ungefährlich, auch der Abschluss von Mehmet Aydin (81.) war für den ehemaligen U20-Nationalkeeper kein Problem.

Die Chance von Husseyn Chakroun (66.) war lange Hannovers einzige ernsthafte Gelegenheit in der zweiten Hälfte. Erst tief in der schließlich 17-minütigen Nachspielzeit tauchte 96 wieder gefährlicher vor dem Braunschweiger Tor auf. Die Gäste hätten sich den Ausgleich verdient gehabt, doch wahrscheinlich war es gerade die für Titz‘ Mannschaft so untypische Konzentration auf die Defensive, mit der sie sich am Ende den im Aufstiegsrennen so wichtigen Dreier erkämpfte.

27. Spieltag, 20.03.2026 18:30 Uhr

Noll – Allgeier, Nawrocki (90.+13 Okon), Ghita – Leopold (71. Bundu) – Neubauer, Kokolo (46. Oudenne) – Aseko Nkili – S. T. Thórdarson, Pichler (82. Källman), Chakroun (71. Matsuda)

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R.-T. Hoffmann – Aydin, Ehlers, Hoti, Di Michele Sanchez – Flick (90.+2 F. Kaufmann), Marie – Ranos (46. Opoku), Heußer (90.+13 Yardimci), Gómez – Mijatovic (68. S. Sané)

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Weitere Daten zum Spiel