Hohe Kraftstoffpreise: OECD rät von Tankrabatt und höherer Pendlerpauschale ab

Die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD) hat von
Maßnahmen wie Tankrabatt oder höherer Pendlerpauschale als
Antwort auf gestiegene Energiepreise abgeraten. „Diese Forderungen sind
natürlich verständlich, da die höheren Benzin- und Dieselpreise
die ​Kaufkraft der Haushalte verringern“, sagte der
Deutschland-Experte ⁠der OECD, ​Robert Grundke, der Nachrichtenagentur Reuters. „Allerdings kosten diese
Maßnahmen auch eine Menge Geld“.

Gestiegene ‌Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur und Gesundheit würden die staatlichen Finanzen bereits stark
belasten. Deshalb ​empfiehlt die Industriestaaten-Organisation, eventuelle
Unterstützungsmaßnahmen gezielt auf ärmere Haushalte zu
fokussieren. Die seien am meisten von den gestiegenen
Tankstellenpreisen betroffen. „Diese Maßnahmen sollten von
vornherein zeitlich begrenzt sein“, betonte Grundke.

Wegen des Irankrieges sind die Öl- und Gaspreise in den letzten Wochen stark gestiegen. Nachdem die schwarz-rote Koalition ein Spritpreis-Paket in den Bundestag eingebracht hatte, forderte die Opposition weitere Entlastungen für Verbraucher und Unternehmen.

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