0:2 in Porto: Stuttgart scheidet aus Europa League aus

Porto-Torwart Diogo Costa faustet den Ball im Europa-League-Spiel gegen den VfB Stuttgart aus der Gefahrenzone.

Stand: 19.03.2026 • 23:02 Uhr

Der VfB Stuttgart konnte das Abwehrbollwerk des FC Porto nicht knacken und ist trotz einer starken Leistung im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden.

Da konnte Deniz Undav nur noch den Kopf schütteln. Der deutsche Nationalspieler hatte gerade die x-te Chance, den Rückstand des VfB Stuttgart auf dem FC Porto im Achtelfinale der Europa League zu verkürzen, und ist zum x-ten Mal an Portos Keeper Diogo Costa gescheitert. Da der FC Porto seine wenigen Chancen im Gegenzug konsequent nutzte, mussten sich die Schwaben nach Toren von William Gomes (21.) und Victor Froholdt (72.) mit 0:2 geschlagen geben. Es ist das bittere Ende einer vielversprechenden Europa League-Reise.

Der VfB Stuttgart musste die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel aufholen und begann schwungvoll. Jeff Chabot schon mit dem ersten vielversprechenden Kopfball nach nicht einmal zwei Minuten. Führichs Schuss konnte Porto-Torwart Diogo Costa gerade noch übers Tor lenken (8.). Undavs Power-Schlenzer zischte knapp am Tor vorbei (12.).

VfB Stuttgart erst überlegen und dann geschockt

Stuttgart war das überlegene Team und setzte Porto immer wieder mit forschem Angriffspressing unter Druck. Die Portugiesen, im Hinspiel noch darum bemüht mit kleinen Fouls und geschickten Provokationen den Stuttgarter Spielfluss gar nicht erst aufkommen zu lassen, fanden kaum Zugriff.

Doch einmal nicht aufgepasst, schon stand es 0:1: Atakan Karazor war nach einem Steilpass zu langsam für Borja Sainz. Der legte im Strafraum quer. Weder Chabot noch Ramon Hendriks gingen entschlossen zum Ball – im Gegensatz zu William Gomes. Auch Alexander Nübel konnte das Gegentor nicht verhindern (21.).

VfB Stuttgart ließ sich vom Rückstand nicht beeindrucken

In der Gesamtrechnung zwei Tore hinten, war Stuttgart um eine Antwort bemüht: Doch Chabot scheiterte auch mit seinem zweiten Versuch (24.). Stuttgart blieb das bessere Team. Und bei Bilal El Khannouss‘ Fernschuss musste sich Diogo Costa ganz lang machen, um den Ball noch aus der Ecke zu wischen (30.). Keine zwei Minuten später lenkte der portugiesische Torwart auch Chris Führichs Schuss zur Ecke. Weil Rodrigo Mora auf der anderen Seite ebenfalls mit einem Schlenzer – an Nübel – scheiterte, ging Stuttgart mit dem 0:1 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit ging es genau so weiter: Stuttgart drückte, erspielte sich und versiebte Chancen: Undav per Volley (54.), Undav per Lupfer (60.), Tiago Tomas nach einem Drbbling (67.).

Porto nutzt Fehler des VfB Stuttgart eiskalt aus

Und dann machte Porto Porto-Sachen: Victor Froholdt blieb bei einem Konter an Angelo Stiller hängen. Der hatte jedoch keine Gelegenheit, den Ball sauber zu klären, weil Froholdt am Strafraum energisch nachsetzte, den Ball eroberte und ihn dann ansatzlos in den Winkel hämmerte (72.). Das Spiel war entschieden, Stuttgart ausgeschieden. Zu allem Überfluss holte sich der eingewechselte Nikolas Nartey nach zwei Fouls in zwei Minuten auch noch die Gelb-Rote Karte – da stand er gerade einmal 16 Minuten auf dem Platz. In Unterzahl hatte der VfB Stuttgart dem FC Porto nicht mehr viel entgegenzusetzen.