Zeit sparen beim LadenE-Auto unterwegs aufladen: So geht es schneller
18.03.2026, 19:10 Uhr
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Wer clever lädt, spart Zeit: Warum es sich lohnen kann, unterwegs nicht zu früh an die Ladesäule zu fahren – und weshalb die letzten 20 Prozent Akku richtig Nerven kosten können.
Vom Grundsatz her laden E-Autos schneller, je leerer ihr Akku ist. Daher können Autofahrer unterwegs den Ladevorgang beschleunigen, wenn sie nicht schon bei 20 oder 30 Prozent Rest-SoC („State of Charge“- Ladezustand) an die Ladesäule fahren.
Laut Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ (Ausgabe 7/2026) kann es lohnen, dann erst „ein, zwei Rastplätze später“ einen Ladestopp zu machen – etwa erst bei 10 Prozent oder darunter.
Das muss natürlich im Einzelfall abgewogen werden, etwa bei Staugefahr oder eventuell belegten Ladestellen am nächsten Halt.
Wenn man fürchtet, dass Lader belegt sind oder man in einen Stau gerät, ändere dies die Kalkulation. „Dann lieber etwas langsamer, aber dafür sicher laden“, lautet der Rat aus der Redaktion.
Die Sache mit der richtigen Temperatur
Wichtig ist zudem, dass der Akku für das Laden vortemperiert wird. Hintergrund: Elektrochemische Prozesse laufen bei niedrigen Temperaturen verzögert ab. Oft passiert das Temperieren automatisch, wenn die Säule über das Navi an Bord angesteuert werde.
Man sollte zur Sicherheit dennoch checken, ob die automatische Akku-Vortemperierung aktiviert ist. Bei einigen Modellen lasse sich die Vorkonditionierung manuell anstoßen. Das Vorheizen kann bis zu einer halben Stunde dauern – dies also rechtzeitig beginnen.
Nicht bis zum vollen Füllstand warten
Zudem sei es in Bezug auf die Beschleunigung des gesamten Vorgangs „richtig unsinnig“, solange zu warten, bis der Akku auf 100 Prozent geladen ist. Denn von 80 bis 100 Prozent SoC wird es besonders „zäh“. So dauerten die letzten 20 Prozent oft genauso lang wie die ersten 80, so die Zeitschrift.
Die günstigste Zeit zum Laden hängt vom jeweiligen Stromtarif ab. In der Regel zahlen Kundinnen und Kunden mit dem eigenen Stromtarif zu Hause oder einer eigenen Photovoltaik-Anlage weniger Geld als an einer öffentlich zugänglichen Ladesäule.
Übrigens: Bei Schnellladesäulen mit zwei Anschlüssen teilt sich die Ladeleistung den Angaben zufolge auf die zwei Plätze auf, sodass nicht die volle Leistung zur Verfügung stehen könnte. Falls möglich, sollte man sich allein an einen solchen Platz stellen.
