
Die Jungen Liberalen wollen auf dem Bundesparteitag der FPD im Mai einen Wechsel an der Parteispitze durchsetzen. „Wir beharren darauf, dass eine Neuwahl des Präsidiums auf die Tagesordnung des Parteitags kommt“, sagte der Bundesvorsitzende der FDP-Nachwuchsorganisation, Finn Flebbe, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Und dafür werden wir eine Mehrheit finden“, zeigte er sich überzeugt.
Der Rückzug von FDP-Chef Christian Dürr und Generalsekretärin Nicole Büttner sei nötig, weil diese den weiteren Abstieg der Partei offenkundig nicht aufhalten könnten. „Die FDP stagniert unter der Wahrnehmungsschwelle“, sagte Flebbe. Dürr und Büttner hätten „mehrfach bewiesen, dass sie keinen Plan haben, wie das zu ändern ist. Deshalb sollten sie Platz machen für andere“. Er sehe eine „breite Unterstützung in der Partei für einen Wechsel an der Spitze“. Erste Landesverbände wie Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Berlin hätten sich bereits entsprechend positioniert.
Auch in Rheinland-Pfalz droht der FDP eine Niederlage
Im aktuellen Sonntagstrend liegt die FDP bei drei Prozent. Bei der Landtagswahl in ihrem Stammland Baden-Württemberg vergangenen Sonntag hatte die Partei den Wiedereinzug in den Landtag verpasst. Bei den Wahlen in Rheinland-Pfalz kommende Woche droht der FDP laut Umfragen ebenfalls eine Niederlage. In der von Ministerpräsident Alexander Schweitzer geführten rot-grün-gelben Ampelkoalition sind die Liberalen derzeit neben SPD und Grünen die dritte Regierungspartei.
FDP-Chef Dürr machte nach der Wahl in Baden-Württemberg klar, dass er gemeinsam mit Generalsekretärin Büttner an der Erneuerung der FDP arbeiten will. Die FDP sei noch mitten im Erneuerungsprozess. „Uns war klar, dass das ein harter und steiniger Weg wird“, sagte er.
