Weltcup im Skispringen: Premieren-Sieg für Deschwanden – Top-Stars patzen in Oslo

Skispringer Philipp Raimund

Stand: 14.03.2026 • 18:39 Uhr

Weltcup-Dominator Domen Prevc und Olympiasieger Phlipp Raimund sind beim Skisprung-Weltcup in Oslo bereits im ersten Durchgang gescheitert: Der Sieg ging an Gregor Deschwanden aus der Schweiz, der mit 35 Jahren seine Premiere feierte..

Weltcup-Dominator Domen Prevc und Olympiasieger Phlipp Raimund sind beim Skisprung-Weltcup in Oslo bereits im ersten Durchgang gescheitert: Der Sieg ging an Gregor Deschwanden aus der Schweiz, der im Alter von 35 Jahren den ersten Triumph seiner Karriere feierte.

Wie so oft am legendären Holmenkollen waren die Bedingungen teilweise lotto-ähnlich: dichter Nebel und immer wieder wechelnde Winde machten den Athleten das Leben äußerst schwer. Dass man aber auch bei solchen Verhältnissen zwei Topsprünge raushauen kann, zeigte neben Deschwanden, der zweimal die 130-Meter-Grenze durchbrach, auch der Österreicher Maximilian Ortner, der am Ende nur um 1,4 Punkte am Tagessieg vorbeischrammte. Dritter wurde der Japaner Naoki Nakamura.

Wellinger auf Platz 17 bester Deutscher

Bester Deutscher war Andreas Wellinger, der nach zwei ordentlichen, aber auch nicht glänzenden Sprüngen auf dem 17 Platz landete. Wellinger analysierte anschließend im Ersten: „Es ging solide in die richtige Richtung, ich muss kleine Brötchen backen – es war zumindest ein kleiner Schritt. Ich hatte gehofft, dass nach dem Absprung das System greift, aber das hat nicht ganz geklappt. Am Holmenkollen kann immer alles passieren. Wenn es hier mal schwierig wird, kann man das manchmal mit großem Selbstvertrauen ausgleichen – das ist bei mir derzeit nur bedingt vorhanden.“

Raimund deutlich zu spät beim Absrpung

Aus deutscher Sicht endete bereits der erste Durchgang extrem enttäuschend. Wellinger war auf Platz 16 bester DSV-Springer, neben ihm schafften nur Pius Paschke und Karl Geiger auf den Plätzen 25 und 26 so gerade den Sprung ins Finale. Olymoiasieger Philipp Raimund schied wie Felix Hoffmann und der für Luca Roth nachnominierte Ben Bayer aus. Geiger verbesserte sich im zweiten Durchgang dann noch auf Rang 19, Paschke patzte und wurde nur 29.

Raimund gab im Sportschau-Interviedw ehrlich zu: „Ich war einfach zwei Meter zu spät beim Absprung, da hab ich voll danebengetreten. So schnell kann es gehen. Ich hätte gerne noch einen Probedurchgang gehabt, weil es nicht so leicht ist, hier zu springen. Aber ich merke auch, dass die Saison sehr lang und die Luft auch irgendwo ein bisschen raus ist.“

Blamage auch für Dominator Prevc

Das gleiche galt übrigens auch für den Frontmann der Skispringer: Der Weltcup-Champion Domen Prevc aus Slowenien landete bei für ihn lausigen 117,5 Metern und verpasste als 42. des ersten Durchgangs ebenfalls das Finale. Prevc sagte in der ARD: „Das war klassisch Oslo. Du musst hier mit dem Unerwarteten rechnen, ich hatte schlechten Wind und schlechte Bedingungen – das hat dann einfach nicht gereicht.

Bundestrainer Stefan Horngacher gab am Ende des Wettkampfs zu: „Das war sehr unerfolgreich von uns heute. Daraus müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen und es am Sonntag besser machen.“