Alexandra Popp wird den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im Sommer nach 14 Jahren verlassen. Das verkündete die langjährige Nationalspielerin am Samstag in einem Instagram-Video, ohne ihre weiteren Pläne zu nennen. „Nach 14 Jahren VfL, großer Überlegung und großen Gefühlen ist die Entscheidung gefallen: Ich werde meinen Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht verlängern“, teilte die 34-Jährige mit und musste dabei kräftig durchatmen.
„Ich durfte in 14 Jahren 20 Titel mit meinen Mädels feiern“, sagte Popp, „das waren unglaublich viele wahnsinnige Momente, die mein Leben sehr, sehr geprägt haben.“ 2012 war sie vom FCR Duisburg nach Wolfsburg gewechselt. Mit dem VfL gewann sie zweimal die Champions League, siebenmal den deutschen Meistertitel und elfmal den DFB-Pokal. Der Klub bedankte sich auf der Plattform X „für 14 unvergessliche Jahre“ bei ihr; es ende ein „besonderes Kapitel“. Popp sagte in ihrem Video: „Nun hoffe ich, dass wir die letzten Monate positiv bestreiten, wir haben noch vieles vor.“ Sie wünscht sich noch einige große Spiele vor möglichst vielen Zuschauern. „Wir sehen uns in den Stadien“, sagte sie zum Abschluss ihres Videos: „Eure Poppi.“

Offen ließ Popp ihre Zukunft. Erst kürzlich hatte sie in einem Podcast des Deutschen Fußballmuseums (Dortmund) über ihre Optionen gesagt: „Erstens beim VfL Wolfsburg verlängern, zweitens zum BVB wechseln, drittens ins Ausland gehen, viertens aufhören.“ In ihrem Video von Samstag, in dem sie inmitten ihrer vielen Medaillen und neben der Torjägerkanone sitzt, gab sie keinen weiteren Hinweis.
Nach Medienspekulationen könnte die dreimalige deutsche „Fußballerin des Jahres“ und ehemalige Kapitänin der Nationalmannschaft, die 2016 mit der DFB-Auswahl Olympiasiegerin wurde, jetzt aber tatsächlich dem Wolfsburger Sportdirektor Ralf Kellermann zum Drittligisten Borussia Dortmund folgen. Zuletzt hatte Popp mehrfach über ihren „Kindheitstraum“ von einem Wechsel nach Dortmund gesprochen. Sie ist in Witten bei Dortmund geboren und seit ihrer Kindheit BVB-Fan.
Die Dortmunder haben ihre Ambitionen mit der Verpflichtung Kellermanns unterstrichen. Der BVB hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass der 57-Jährige, einer der erfolgreichsten Trainer und Manager im Frauenfußball, bei dem Revierklub einen ab dem Sommer gültigen Vertrag bis Juni 2029 unterschrieben hat. Ziel der BVB-Frauen, in der Regionalliga West derzeit Zweiter hinter dem 1. FC Köln II, ist der Durchmarsch in die Bundesliga.
