Die Highlights des siebten Tages bei den Paralympics: Leonie Walter erlebt ein Chaos am Schießstand, Chrstian Schmiedt verfehlt im Banked Slalom knapp sein Ziel, bei den Biathleten gibt’s drei Medaillen.
Snowboard: Schmiedt verpasst Top 8 im Banked Slalom
Der deutsche Snowboard-Pionier Christian Schmiedt hat auch im Banked Slalom das angestrebte Spitzenergebnis verpasst. Der 37-Jährige fuhr im vorgezogenen Rennen auf Rang zehn und blieb damit hinter seinem selbstgesteckten Ziel einer Platzierung unter den besten acht. Gold gewann Noah Elliott aus den USA. Im Cross-Wettbewerb am vergangenen Wochenende war Schmiedt im Viertelfinale ausgeschieden.
Biathlon: Wicker holt dritte Medaille – Gold geht an Gretsch
Anja Wicker hat bei den Paralympischen Winterspielen ihre dritte Medaille gewonnen. Nach Silber und Bronze gewann die 34-Jährige Bronze in der Biathlon-Sprint-Verfolgung. Nach schwacher Qualifikation mit vier Fehlern zeigte Wicker ein fehlerfreies Schießen und landete 1:06 Minuten hinter Siegerin Kendall Gretsch aus den USA und 58 Sekunden hinter der Zweitplatzierten Kim Junji aus Südkorea auf Platz drei. Andrea Eskau wurde Siebte.
Biathlon: Maier hadert trotz Bronze in der Sprint-Verfolgung
Marco Maier hat den Medaillen-Hattrick geschafft. Nach zuvor zweimal Bronze gewann der 26-Jährige in der Sprint-Verfolgung der stehenden Klasse erneut Bronze und holte im dritten Biathlon-Rennen in Tesero seine dritte Medaille.
Dennoch war er nach dem Rennen nicht wirklich zufrieden. Nach seinem ersten Platz in der Qualifikation leistete sich der Allgäuer im Finale drei Strafrunden und musste noch den Chinesen Cai Jiayun und Grygorii Vovchynskyi aus der Ukraine vorbeiziehen lassen.
Biathlon: Walter darf nach nächstem Drama über Bronze jubeln
Leonie Maria Walter hat mit ihrem Guide Christian Krasman die Bronze in der Sprint-Verfolgung gewonnen – obwohl sie nur als Fünfte die Ziellinie überquerte. Walter lag vor dem ersten Schießen auf dem dritten Platz. Am Schießstand hatte die Freiburgerin, die dort als Sehbeeinträchtigte auf einen Signalton angewiesen ist, allerdings technische Probleme, musste den Platz wechseln, die Konkurrenz zog an ihr vorbei.
Nach dem Rennen und einer mehr als einstündigen Beratung erkannte die Jury den Systemfehler an und schrieb Walter 51 Sekunden gut. Dadurch rutschte die 22-Jährige auf den dritten Rang (+21,1), den sie sich nach der Jury-Entscheidung mit der Tschechin Simona Bubenickova teilte. Gold gewann die Tschechin Carina Edlingerova, die Chinesin Yue Wang (+9,9) durfte sich über die Silbermedaille freuen.
Eishockey: Traumfinale perfekt
Nachdem sich die USA am Nachmittag mit 6:1 gegen Tschechien durchsetzten, hat Kanada im Spiel am Abend das Traumfinale perfekt gemacht: Wie schon bei den Olympischen Spielen treffen die beiden großen Favoriten aufeinander. Die Kanadier gewannen ein hochklassiges Halbfinale gegen China mit 4:2. Das Finale steigt am Sonntag um 16.05 Uhr, es ist das letzte sportliche Event der Paralympics.
