„Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ im Kino: Jetzt legt halt mal kurz das Handy weg – Kultur

Wer hat eigentlich behauptet, der Retter der Menschheit, der eines Tages mit einer Zeitmaschine angerauscht kommt, um uns vor unseren größten Dummheiten zu bewahren, sei durchtrainiert, dem Ernst der Lage gewachsen und hätte Nerven wie Drahtseile? Den Typen, der eines Abends in ein Diner in Los Angeles hereinschneit, halten die anderen Gäste, als sie mal kurz von ihren Handys aufschauen, jedenfalls für einen durchgeknallten Obdachlosen. Er trägt eine Wollmütze und einen schmutzigen Plastikumhang mit allerhand Kabeln und Schläuchen, der ein wenig so aussieht, als hätte ihn sich ein Aluhut-Verschwörungstheoretiker aus Restmüll gebastelt. Und Nerven wie Drahtseile hat er auch nicht. Er will Leute für eine Mission rekrutieren, aber die Polizei wird gerufen, und nur die Falschen bieten sich an, mit ihm loszuziehen. Eine Paraderolle für Sam Rockwell: Der Typ hat die Schnauze voll, aber er nimmt es mit Humor und Energie und in der Gewissheit, dass er an diesem Abend sicher nicht draufgehen wird. Hey, ruft er irgendwann: Ich mache das hier zum 117. Mal.