Angebote unbedingt prüfen: Vorsicht: Betrüger locken mit Billig-Öl – Verbraucherschützer warnen

Angebote unbedingt prüfenVorsicht: Betrüger locken mit Billig-Öl – Verbraucherschützer warnen

11.03.2026, 16:02 Uhr

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Ruhe bewahren in Krisenzeiten: Gerade in unsicheren Zeiten sollte man Angebote und Forderungen sorgfältig prüfen und keine vorschnellen Entscheidungen treffen.

Kriminelle nutzen die Angst vor steigenden Energiekosten: Fake-Shops mit günstigem Heizöl locken mit günstigen Angeboten. Wer hier nicht aufpasst, kann sein Geld verlieren.

Sorgen Sie sich auch wegen der Öl- und Gaspreise, die infolge des Iran-Kriegs gerade steigen? Betrüger sind auf die Sorgen der Bevölkerung schon eingestellt und wollen Beute machen, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Derzeit nehme die Zahl an Fake-Shops zu, die günstige Brennstoffe anbieten. Die Verbraucherschützer raten: Seien Sie bei unbekannten Anbietern vorsichtig und prüfen Sie die Angebote genau. Und lassen Sie sich von professionell gestalteten Websites nicht blenden – „Trusted-Shops-Siegel“ und Angaben im Impressum können gefälscht sein. Schlimmstenfalls bleibt der Tank trotz Zahlung leer. Und auch schlimm: Kriminelle stehlen die Daten für weiteren Betrug. Viele dieser Shops verschwinden schnell und tauchen unter neuem Namen wieder auf. Einmal gezahlt, ist das Geld meist für immer weg, warnen die Verbraucherschützer.

Derzeit hat einfach-oel.com die Adresse eines echten Brennstoffhandels übernommen. Daher hilft es nicht, die Adresse über den Online-Kartensuchdienst zu prüfen. Außerdem verwendet der Shop das „Trusted-Shop-Siegel“ missbräuchlich. Die Siegelseite ist sehr gut nachgeahmt. Gezahlt werden kann nur per Vorkasse.

Bei der Bestellung sollte darauf geachtet werden, dass die Bezahloptionen „bei Lieferung“ oder „auf Rechnung“ gewählt werden können und auch genutzt werden sollten. Skeptisch sollten Käufer auch sein, wenn Angebote zeitlich begrenzt sind

Woran Käufer unseriöse Angebote erkennen

Prüfen Sie diese Fragen:

  • Gibt es ein unvollständiges oder fehlendes Impressum? Das wäre ein Verstoß gegen gesetzliche Vorgaben.

  • Ist die Adresse fragwürdig?

  • Entdecken Sie auf der Internetseite oder Rechnung Rechtschreibfehler oder eine seltsame Grammatik?

  • Sind als Kontaktdaten Vorwahlen außerhalb Deutschlands oder nur Handynummern angegeben?

  • Sind die Preise besonders günstig und wirken unrealistisch?

  • Ist eine Bestellung nur gegen Vorkasse möglich?

All diese Hinweise können ein Indiz dafür sein, dass es sich um ein unseriöses Angebot handelt.

Unseriöse Anbieter entlarven – gefälschte Internetseiten entdecken

Wer sich unsicher ist, kann die Shop-URL etwa beim „Fakeshop-Finder“ der Verbraucherzentrale Niedersachsen eintippen. Auf der Plattform wird die Internetadresse des Shops, nachdem man sie eingegeben hat, auf technische Merkmale und weitere Aspekte überprüft. Aus den Daten wird eine Wahrscheinlichkeit errechnet, ob der Anbieter ein Fake-Shop sein könnte.

Quelle: ntv.de, awi/dpa