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In den Lkw‑Klassen (C1/C1E/C/CE) wurden 123.414 theoretische und 123.746 praktische Prüfungen registriert.
Das entspricht einem Anstieg von 3 % in der Theorie und 4 % in der Praxis gegenüber 2024.
Berufskraftfahrer:innen bestehen ihre Prüfungen weit häufiger als Pkw‑Fahrschüler:innen:
- Klasse B: 44 % fallen in der Theorie durch, 37 % in der Praxis
- Lkw (C‑Klassen): nur 14 % Durchfallquote in der Theorie, 15 % in der Praxis
- Bus (D‑Klassen): 83 % bestehen die Theorie, 76 % die Praxis
Damit bestehen Lkw‑Prüflinge „sechs von sieben“ Prüfungen erfolgreich.
Seit 2016 zeigt sich ein deutlicher Anstieg:
- Lkw-Theorie: +30 %
- Lkw-Praxis: +35 %
Die steigenden Prüfungszahlen reichen nicht aus, um den Fahrermangel zu stoppen:
- Lkw-Fahrer:innen fehlen: ca. 100.000 (BGL)
Für eine nachhaltige Fachkräftesicherung fordert der TÜV‑Verband:
- modernisierte, praxistaugliche Qualifizierung
- starkes, attraktives Berufsbild
- verbindliche Sicherheitsstandards durch Prüfungen
„Wir müssen mehr Menschen für diese Berufe gewinnen – und sie so qualifizieren, dass sie Anforderungen sicher beherrschen“, so Zaneta.
Der TÜV unterstützt digitale Lernformen wie:
- Online‑Theoriekurse
- Fahrsimulatoren
- digitale Verwaltungsprozesse
Gleichzeitig warnt der Verband vor abgesenkten Ausbildungsstandards:
- kürzere Prüfungszeiten
- weniger Unterrichtseinheiten
- weniger vorgeschriebene Fahrten
„Weniger Anforderungen sind ein Sicherheitsrisiko“, betont Zaneta.
Schwerfahrzeuge hätten lange Bremswege, hohe Masse und große tote Winkel – Fehler können gravierende Folgen haben.
Der TÜV plädiert für moderne, effiziente Führerscheinverfahren:
- digitale Antragstellung
- vereinfachte Nachweisführung
- intelligente Terminsteuerung
- optimierte Kommunikation zwischen Behörden, Fahrschulen und Prüfstellen
Zentrales Ziel bleibt jedoch: Qualität und Verkehrssicherheit dürfen nicht verwässert werden.
