UVL ruft nach einer Dieselpreisbremse

Die Dieselpreise sind durch die gestiegenen Rohölpreise in die Höhe geschnellt. Die erneute Anhebung des CO2-Preises zum 1. Januar 2026 in Verbindung mit den gestiegenen Rohölpreisen, haben laut dem Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein (UVL) dazu geführt, dass die „norddeutschen Speditionen an die absolute Belastungsgrenze“ geraten sind. Die hohen Treibstoffkosten – die laut UVL bis zu 35 Prozent der Betriebskosten ausmachen können – würden viele mittelständische Speditionen in eine existenzbedrohende Situation bringen sowie die Lieferketten und damit die Versorgung gefährden, warnt der UVL.

Die gestiegenen Dieselkosten könnten von den Logistikunternehmen nicht mehr allein getragen werden, so der Verband. Zwar hätten einige Unternehmen einen sogenannten Dieselfloater, der die Preise etwas abdämpft. Dieser greife in vielen Fälle jedoch zeitversetzt, so dass die Speditionen mehrere Wochen in Vorleistung treten müssen. Viele Speditionen würden aber mit minimalen Margen arbeiten, führte der UVL weiter aus. Die Kraftstoffkosten seien dabei der größte Ausgabenblock. „Viele Betriebe sind gezwungen, diese Mehrkosten an ihre Auftraggeber weiterzugeben. Letztendlich landen die gestiegenen Preise dann bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern“, sagte UVL-Geschäftsführer Thomas Rackow.

Um die Wettbewerbsfähigkeit des norddeutschen Mittelstands im internationalen Transportgeschäft zu sichern, fordern die Speditionen in der aktuellen Situation eine spürbare Entlastung. „Bisher haben wir so gut es geht, die Versorgungssicherheit aufrechtgehalten. Das setzt aber voraus, dass unsere Betriebe auch in Zukunft gut aufgestellt sind“, sagte Rackow, der hinzufügte: „Wir brauchen eine Art Dieselpreisbremse, die unmittelbar wirksam wird und eine Aussetzung der CO2-Abgaben.“