Die militärische Eskalation des Konfliktes im Nahen Osten hat erste konkrete Auswirkungen auf den Sport: Der Fußballverband von Katar gab am Sonntag bekannt, die Spiele in der heimischen Liga seien auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Nach den amerikanisch-israelischen Angriff in Iran wurde der Luftraum in mehreren Ländern der Region geschlossen, darunter auch im Golfstaat Katar.
Bereits am Samstag waren Spiele des 17. Spieltags der katarischen Liga abgesagt worden. Gefährdet ist auch die „Finalissima“ zwischen Argentinien und Spanien. Das Duell zwischen dem Südamerika- und dem Europameister ist am 27. März im WM-Stadion der katarischen Stadt Lusail geplant. Neben dem Fußball wurde in Katar auch der Spielbetrieb im Handball ausgesetzt.
Der Generalsekretär des Weltverbands Fifa, Mattias Grafström, nahm beim Kongress der Regelhüter (Ifab) in Wales nur vage zu möglichen Auswirkungen des Konfliktes auf den Fußball und die bevorstehende WM Stellung („Es wäre noch zu früh, uns detailliert zu äußern.“). Der Chef des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, soll sich im Staatsfernsehen besorgt geäußert haben. Angesichts der aktuellen Lage sei eine WM-Teilnahme Irans in den USA im Sommer „unwahrscheinlich“, eine endgültige Entscheidung sei aber erst später zu treffen, wurde Taj unter anderem in der spanischen Marca zitiert.
