
Nach den Luftangriffen der USA und Israel auf den Iran sind in mehreren deutschen Städten Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die iranische Führung zu protestieren. In Düsseldorf versammelten sich nach Polizeiangaben rund 6.000 Menschen unter dem Motto „Freiheit für Iran“. Der Protest war demnach weitgehend friedlich und ausgelassen.
Auch in Berlin kam es zu mehreren Demonstrationen. Mindestens 1.800 Menschen versammelten sich Polizeiangaben zufolge unter dem Motto „Freiheit für Iran unter Führung von Prinz Reza Pahlavi“ am Brandenburger Tor. Es wurde getanzt und gefeiert, wie ein dpa-Reporter berichtete. Rufe wie „Iran, Iran“, „Danke USA“, „Danke Trump“ oder „Danke Bibi“ seien zu hören gewesen. Mit „Bibi“ ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gemeint. Bereits am Samstag waren in der Bundeshauptstadt knapp 2.000 Menschen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor gezogen.
Proteste auch in Frankfurt am Main, Köln und München
In Düsseldorf kamen etwa 5.000 Menschen zusammen. Viele der Teilnehmer, darunter Exil-Iraner, reagierten mit Jubel auf die Nachricht vom Tod Chameneis. Es wurden „USA!“-Rufe laut. Viele Teilnehmer trugen Plakate mit Bildern von Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien. Andere schwenkten Flaggen des Iran, Israels, Deutschlands und der USA.
Weitere Demonstrationen fanden in Frankfurt am Main und Köln statt, in München
zogen bis zu 500 Menschen zum US-Konsulat. In Nürnberg und Erlangen
versammelten sich jeweils mehr als Hundert Menschen. Angaben der Polizei
zufolge blieben alle Kundgebungen friedlich. Bei einigen wurde
zusätzlich die Ablehnung der militärischen Angriffe thematisiert.
In Paris zogen Tausende Menschen durch die Straßen und brachten dabei ihre Hoffnung auf einen Regierungswechsel in Teheran zum Ausdruck. In der Menge wurden iranische, israelische, amerikanische und französische Flaggen geschwenkt. Immer wieder war der Ruf „Freiheit für den Iran!“ zu hören. Eine kleine Gegendemonstration linker Gruppen prangerte währenddessen einen amerikanischen Imperialismus an und warnte vor einem umfassenderen Krieg.
Die Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran hatten am Samstagmorgen begonnen. Bei einem Luftangriff in Teheran wurde das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Der Iran antwortete mit Angriffen auf Militärziele in Israel und US-Stützpunkte in mehreren Golfstaaten.
