Iris Berben spricht über Vergangenheit: „Aus mehreren Schulen geflogen“

Iris Berben (75) und Heiner Lauterbach (72) stehen mit einer neuen Kino-Komödie in den Startlöchern. In „Ein fast perfekter Antrag“ schlüpft die 75-Jährige in die Rolle einer Universitätsprofessorin. Nun verrät sie, ob sie sich eine solche Position auch im echten Leben vorstellen könnte – und hat einen wertvollen Tipp für jüngere Kollegen und Kolleginnen parat.

Iris Berben ehrlich: „Aus mehreren Schulen geflogen“

Im Interview mit der „Berliner Morgenpost“ kommt das Schauspielduo unter anderem auf die Honorarprofessur von Heiner Lauterbach zu sprechen: Der 72-Jährige lehrt Studierende im Bereich „Schauspiel, Film und Fernsehen“ an der Macromedia University. Selbstironisch wirft seine Kollegin an dieser Stelle ein: „[Und] ich bin die, die aus mehreren Schulen geflogen ist und das Abi nicht gemacht hat.“

Heiner Lauterbach attestiert seiner Filmpartnerin daraufhin, dass auch sie das Zeug zur Lehrenden hätte, woraufhin Iris Berben meint: „Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich war ja selbst auch nicht auf einer Schauspielschule. Aber es steht auf meiner Wunschliste, dass ich Heiner mal in einem Kurs besuchen komme.“

Heiner Lauterbach und Iris Berben: Die deutschen Schauspielgrößen spielen in "Ein fast perfekter Antrag" zum ersten Mal ein Liebespaar.
Heiner Lauterbach und Iris Berben: Die deutschen Schauspielgrößen spielen in „Ein fast perfekter Antrag“ zum ersten Mal ein Liebespaar.
© imago/breuel-bild
Heiner Lauterbach und Iris Berben: Die deutschen Schauspielgrößen spielen in „Ein fast perfekter Antrag“ zum ersten Mal ein Liebespaar.

von imago/breuel-bild

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Iris Berben über Schauspielbranche: „Ungeheurer Druck“

Die 75-Jährige erklärt daraufhin, wie sie auch außerhalb des Hörsaals ihre Lebenserfahrung mit anderen teile: „Ich versuche vor allem, meine politischen Erkenntnisse weiterzugeben, auch gegen jede Form der Ausgrenzung anzugehen. Oder jungen Frauen klarzumachen, dass es so viel wichtiger und spannender ist, sich selbst zu erkennen, sich nicht an Erwartungen anderer abzuarbeiten, um Erfolg zu haben.“

Denn Iris Berben beobachte eine unschöne Entwicklung in der Filmbranche: „Junge Schauspielerinnen und Schauspieler stehen heute unter einem ungeheuren Druck, Likes und Dislikes entscheiden vordergründig über eine Karriere. Aber gerade da braucht es ein Korrektiv! Erst mal der sein, der man sein will.“ Heiner Lauterbach gibt seiner Kollegin recht und betont, dass er auch an seinen Studierenden wieder mehr authentische „Ecken und Kanten“ sehen wolle: „[Genau] das müssen sie behalten, das wird später zu ihrem Pfund.“