

Das Element Wasser begegnet einem in Kärnten überall. Das südlichste Bundesland von Österreich ist mit seinen 1200 stehenden Gewässern und mehr als 8000 Flusskilometern quasi ein echter Wasser-Hotspot. Vom Ossiacher über den Millstätter bis zum Wörther See, von der Möll in den Hohen Tauern bis zur Drau im Kärnten Unterland – Wasser fließt und plätschert überall. Außer im Winter, wenn sich die tief verschneite Natur im Unesco-Biosphärenpark Kärntner Nockberge zu einem echten Schnee- und Eisparadies verwandelt. Zu den bekannten Wintersportmöglichkeiten hat sich besonders hier in Kärnten ein neuer Trend gesellt, der für Wohlfühlmomente und Gesundheitsaspekte sorgen soll: Kalt- beziehungsweise Eisbaden. Zum Beispiel rund um den Millstädter See und dem Thermenort Bad Kleinkirchheim können sich Neugierige mit zertifizierten Kaltbade-Profis dem neuen Trend unter Anleitung nähern. Einige Hotels, wie der Brennseehof am Brennsee in Feld am See, bieten für Gäste und Interessierte Workshops zum eiskalten Abtauchen an. Ein echter Kalt- und Eisbade-Experte ist Bernhard Friedrich, Gründer des ersten Eisbadevereins in Österreich. In seinen Kursen lernt man nicht nur die gesundheitlichen Aspekte des kalten Badens kennen. „Es gibt ganz wichtige Grundregeln, die man unbedingt einhalten sollte“, sagt der ausgebildete Sauna- und Bademeister, der sich zum Eisbade-Instrukteur hat weiterbilden lassen. „In buchstäblich eiskaltes Wasser zu gehen, ist nichts für jedermann. Man sollte das nur bei guter Gesundheit machen, niemals alleine und auch seine Tagesverfassung beachten“, erklärt der Profi. Auch reinspringen und die Ufernähe verlassen sind No-Gos. Acht Eisbade-Novizen, allesamt mit null Vorerfahrung, lauschen den Erklärungen über Aufwärmübungen und richtiger Atmung mit gespitzten Ohren. Ein bisschen mulmig ist dem einen oder anderen schon bei dem Gedanken, nach der theoretischen Einführung in das eiskalte Wasser des Brennsees einzutauchen. Auch wenn die Sonne heute blinzelt und den zugefrorenen See in malerischem Licht erstrahlen lässt.
