Katherina Reiche: Bloß keine Panik

Die Bundeswirtschaftsministerin will Betreibern privater Solaranlagen die Förderung streichen – und die Empörung ist groß. Zu Unrecht. Einziges Risiko: die Psychologie.



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Katherina Reiche: Solaranlagen sollen sich künftig "systemdienlicher" verhalten, anders formuliert: weniger egoistisch.
Solaranlagen sollen sich künftig „systemdienlicher“ verhalten, anders formuliert: weniger egoistisch.
© Alexander Mils/​unsplash

Eigentlich ist der Tag der offenen Tür der Bundesregierung erst im
Juni. Doch aus dem Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) geraten schon jetzt ständig neue halb fertige und noch vertrauliche Gesetzentwürfe an die
Öffentlichkeit. Um sogleich Empörung auszulösen bei grünen Politikern, Lobbyisten
der erneuerbaren Energien und manchen Journalisten.

Das neueste Beispiel ist der 442 Seiten starke Entwurf für
ein Update des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), einer Art Grundgesetz der
Energiewende. Darin will Reiche nun umsetzen, was sie längst angekündigt hat –
die Subventionen für kleine Solaranlagen auf Hausdächern streichen.