Italiener erzwingen Verlängerung: Galatasaray Istanbul gewinnt Zitterpartie gegen Juventus

Victor Osimhen jubelt mit seinen Mitspielern

Stand: 26.02.2026 • 00:05 Uhr

Galatasaray Istanbul ist nach einer packenden Partie und trotz einer Niederlage im Playoff-Rückspiel bei Juventus Turin ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.

Stürmer Victor Osimhen und Barış Yılmaz haben mit ihren Treffern in der Verlängerung dafür gesorgt, dass Galatasaray Istanbul ins Achtelfinale der Champions League eingezogen ist. Die Mannschaft von Trainer Okan Buruk unterlag zwar mit 2:3 n.V. (3:0, 1:0) bei Juventus Turin. Doch diese beiden Tore genügten, damit der große Vorsprung der Istanbuler aus dem Playoff-Hinspiel vor einer Woche (5:2) in der Gesamtrechnung zum Tragen kam.

Turin war sehr nah dran, das Wunder zu schaffen., doch die Unterzahl nach 49 Minuten kostete das Team am Ende zu viel Kraft. Nach einer hitzigen, hart geführten und emotionsgeladenen Partie stehen die Türken in der Runde der letzten 16 Teams in der Königsklasse und müssen nun im Achtelfinale (11.3. und 18.3.2026) entweder gegen den FC Liverpool oder die Tottenham Hotspur antreten.

Juventus-Kapitän Manuel Locatelli traf per Strafstoß zum 1:0 (37.), sein Kollege, Verteidiger Lloyd Kelly, sah zu Beginn der zweiten Hälfte nach einem groben Foulspiel Rot (49.). Federico Gatti erhöhte auf 2:0 (70.). Weston McKennie traf noch in der regulären Spielzeit zum 3:0 (82.). Osimhen erzielte in der Verlängerung den 3:1-Treffer (105.+1) für „Gala“, Yılmaz verkürzte noch auf 3:2 (119.).

Galatasaray mit ersten Offensiv-Aktionen

Wer geglaubt hatte, dass die Turiner von Beginn an einen Sturmlauf praktizieren würden, der sah sich getäuscht. Offensiv, aber doch ohne die Abwehrarbeit zu vernachlässigen starteten die Italiener. Doch auch die Türken hatten nicht vor, sich alleine auf ihre Defensive zu verlassen.

So hatten beide Teams in den ersten 15 Minuten je zwei Torchancen. Doch weder die Kopfbälle der Juventus-Spieler Federico Gatti (4.) und Teun Koopmeiners (10.) fanden den Weg ins Tor, noch die Versuche der Galatasaray-Profis Davinson Sánchez (2.) und Victor Osimhen (12.).

Locatelli erzielt Juve-Führung

Das Team aus Istanbul, bei dem Ilkay Gündogan und auch Leroy Sané in der ersten Hälfte auf der Reservebank Platz nehmen mussten, erwies sich als hartnäckiger Gegner für Juventus. Das Buruk-Team agierte taktisch diszipliniert, hochkonzentriert und aggressiv, was es den Italienern besonders schwer machte.

Doch die Italiener blieben beharrlich, hielten das Tempo hoch und versuchten es immer weiter. Francisco Conceição, Locatelli oder auch Kenan Yıldız scheiterten zunächst mit ihren Distanzsschüssen am starken türkischen Torhüter Uğurcan Çakır.

Und dann unterlief dem ehemaligen Freiburger Roland Sallai im türkischen Strafraum ein Foulspiel an Yildiz. Den Strafstoß verwandelte Locatelli zur 1:0-Führung. Das war auch der Halbzeitstand.

Rot für Kelly

Nach der Pause ging es mit einer Hiobsbotschaft für das Spalletti-Team weiter. Nach einem ungewollten Foulspiel von Kelly an Barış Yilmaz, nachdem der Juve-Verteidiger nach einem Kopfball unglücklich auf der Wade des Galatasaray-Angreifers landete, zeigte Schiedsrichter João Pinheiro Kelly die rote Karte.

Doch von diesem Rückschlag und der numerischen Unterzahl ließen sich die Italiener nicht weiter beirren und taten alles, um doch noch die Wende herbeizuführen. Nach einer Hereingabe von der rechten Strafraumecke von Edon Zhegrova brauchte Gatti am langen Pfosten nur noch den Fuß hinzuhalten und zum 2:0 zu verwandeln.

McKennie gelingt erlösendes Tor

Danach lagen die Nerven der Galatasaray-Spieler blank, während Juve mit schier unendlicher Kraft immer wieder anrannte. Khéphren Thuram mit einem verunglückten Heber (77.) und Yildiz, der eine Hereingabe von Jérémie Boga mit der Fußspitze gegen den türkischen Torpfosten (79. lenkte, hatten den dritten Treffer bereits auf dem Fuß.

Aber: McKennie machte es besser. Nach einer Flanke von Koopmeiners verwandelte der Ex-Schalker per Kopf aus vier Metern zum kaum noch für möglich gehaltenen 3:0.

Osimhen und Yilmaz eiskalt vor dem Tor

Auch in der Verlängerung blieb Juventus am Drücker, Zhegrova (96.) vergab eine Riesenchance aus acht Metern, als er unbedrängt das Tor nicht traf. Immerhin konnten die Türken die Partie wieder etwas beruhigen und wieder mehr Kontrolle übernehmen.

Und dann kam Osimhen, der einen Ballverlust in der Juventus-Verteidigung ausnutzte und den Ball nach Pass von Yilmaz gewohnt eiskalt durch die Beine von Torhüter Mattia Perin schob. Yilmaz traf nach einem Konter gegen völlig ausgepowerte Turiner noch zum 2:3-Endstand.