Champions League: Vinícius Júnior sichert Real Einzug ins Achtelfinale


Ausgerechnet Vinícius Júnior hat Real Madrid eine Woche nach dem viel diskutierten Rassismus-Eklat den Achtelfinaleinzug in der Champions League gesichert. Die „Königlichen“ von Coach Álvaro Arbeloa setzten sich am Mittwoch mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg im Playoff-Rückspiel gegen Benfica Lissabon durch.

Auch Titelverteidiger Paris St. Germain steht durch ein 2:2 (0:1) im französischen Duell gegen die AS Monaco in der Runde der letzten 16. Galatasaray Istanbul reichte trotz schwacher Vorstellung ein 2:3 (0:3, 0:1) nach Verlängerung bei Juventus Turin, um erstmals seit 2014 ins Achtelfinale einzuziehen.

Für Real, das ohne den verletzten Kylian Mbappé antrat, traf Aurélien Tchouaméni (16.) zum Ausgleich, nachdem Rafa Silva zuvor die Hoffnungen von Benfica befeuert hatte (14.). Vinícius Júnior stellte dann für Real die Weichen (80.) – und tanzte nach seinem Treffer wie schon eine Woche zuvor an der Eckfahne.

Prestianni blieb „vorläufig“ gesperrt

Die Portugiesen mussten ohne ihren gesperrten Trainer José Mourinho auskommen. Und auch Gianluca Prestianni fehlte nach den Vorkommnissen der Vorwoche, die auch die Schlagzeilen vor dem Wiedersehen bestimmt hatten.

Das Hinspiel (0:1) hatte im Zeichen des Eklats gestanden. Prestianni soll Real-Star Vinícius nach dessen Tor beleidigt haben, er wurde von der UEFA dann „vorläufig“ gesperrt. Der darauf folgende Protest hatte keinen Erfolg.

Madrider Fans zeigten im Rückspiel ein Banner mit den Worten „no al racismo“ („Nein zu Rassimus“). Bei Ballberührungen wurde Vinícius von den mitgereisten Benfica-Anhängern ausgebuht.

Monaco versteckte sich nach dem 2:3 im Hinspiel gegen PSG überhaupt nicht. Maghnes Akliouche erzielte kurz vor dem Pausenpfiff (45.) die Führung. Marquinhos glich unmittelbar nach einer Gelb-roten Karte für AS-Mittelfeldspieler Mamadou Coulibaly aus (60.). Chwitscha Kwarazchelia (66.) brachte Paris endgültig auf Kurs, auch wenn es Jordan Teze in Unterzahl noch einmal kurz spannend (90.+1) machte.

Galatasaray, mit den eingewechselten Leroy Sané und Ilkay Gündogan, verspielte seinen 5:2-Vorsprung trotz langer Überzahl. Juve ging durch Manuel Locatelli (37./Foulelfmeter) in Führung. Nach einem umstrittenen Platzverweis gegen Lloyd Kelly (47.) erhöhten Federico Gatti (70.) und der frühere Schalker Weston McKennie (82.). Erst in der Verlängerung antwortete Gala durch Victor Osimhen (105.+1) und Baris Yilmaz (119.).