
US-Behörden warnen vor gravierenden Sicherheitsrisiken bei
der Fußball-WM 2026 infolge der teilweisen Haushaltssperre. Die elf
amerikanischen Gastgeberstädte warten
bislang vergeblich auf die zugesagten rund 900 Millionen Dollar an
Bundesmitteln, wie lokale Verantwortliche bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus mitteilten.
Miami benötige bis Ende März
70 Millionen Dollar, sagte Ray Martinez vom WM-Organisationskomitee der Stadt, wie der Sender BBC berichtete. Andernfalls müssten Rahmenveranstaltungen wie das
Fan-Festival abgesagt werden. Er warnte vor „katastrophalen“ Folgen für
die Planungen.
Der stellvertretende Polizeichef von
Kansas City, Joseph Mabin, warnte davor, dass es infolge der ausbleibenden Gelder nicht genügend Personal geben könnte, um
während der Endrunde für Sicherheit zu sorgen. Boston, wo unter anderem
England und Frankreich Vorrundenspiele bestreiten und zwei K.-o.-Spiele stattfinden sollen, soll wegen der Probleme bereits mit einem Rückzug
gedroht haben.
Angesichts der Teil-Haushaltssperre hatte die Behörde für Katastrophenschutz (Fema) am Sonntag angekündigt, ihre Aktivitäten auf ein Minimum zu beschränken. Davon betroffen sind auch die Gelder für die WM-Gastgeberstädte.
Schutz vor Terroranschlägen und Drohnen
Im Rahmen der Big Beautiful Bill hatte die Fema im November 625 Millionen Dollar für Sicherheitsmaßnahmen zugesagt, um Spieler, Besucher und kritische Infrastruktur vor möglichen Terroranschlägen zu schützen. Im Dezember kündigte die Behörde weitere 250 Millionen Dollar an, unter anderem zur Abwehr von Drohnen.
Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli statt. Die US-Gastgeberstädte sind Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Los
Angeles, Kansas City, Miami, New York/New Jersey, Philadelphia, San Francisco
und Seattle. In Mexiko kommen drei,
in Kanada zwei weitere Standorte hinzu.
Das Heimatschutzministerium, dem die Fema untersteht, bekommt seit elf
Tagen kein Geld mehr. Demokraten und Republikaner konnten sich
bislang nicht auf das Budget für das Ministerium einigen. Hintergrund
sind die umstrittenen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE, die dem
Ministerium untersteht. Die Finanzierung der anderen US-Ministerien und
Bundesbehörden ist dagegen inzwischen gesichert.
Zuvor hatten bereits
zwei Mal in Trumps zweiter Amtszeit größere Teile der
US-Regierungsgeschäfte stillgestanden. Das Land schlitterte in den Shutdown-Modus, weil sich beide Parteien nicht auf einen Haushalt einigen konnten.
