Sonnenschein und milde Temperaturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eigentlich bestes Wetter. Für die Veranstalter der Wintersport-Weltcups bringt das aber zusätzliche Planungsarbeit.
Wer in diesen Tagen im Schweizer Skiort St. Moritz flaniert, erfreut sich besten Winterwetters. Sonnenschein bei Plusgraden bis zu acht Grad. Die Nächte sind aktuell noch knackig kalt. Zum Glück. Denn am kommenden Wochenende (27. Februar bis 1. März) findet auf der einzigen Natureisbahn der Welt der vorletzte Rodel-Weltcup des Winters statt. Eigentlich waren die Wettbewerbe zuschauerfreundlich am frühen Nachmittag geplant.
Rennen werden wohl nach vorn verlegt
Jetzt muss umdisponiert werden. Die Rodler werden ihre Rennen schon am Morgen austragen, um allen beste Bedingungen zu bieten. Statt ab 12.30 Uhr zu rodeln, geht es jetzt schon am Samstag ab 8.45 Uhr in der Eisrinne. Am Sonntag kann dann 15 Minuten länger geschlafen werden. Der erste Lauf der Männer beginnt 9.00 Uhr.
Die deutschen Rodlerinnen und Rodler mischen noch kräftig um den Gesamtweltcup mit. Olympiasiegerin Julia Taubitz hat alle Chancen, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen und sich zum fünften Mal in Folge den Gesamtweltcup zu sichern. Die 29-jährige Sächsin liegt nur 15 Punkte hinter der führenden Österreicherin Lisa Schulte. Nur vier Punkte dahinter folgt Teamkollegin Merle Fräbel.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich die Männer: Felix Loch führt knapp vor dem Olympiazweiten Jonas Müller (Österreich). Bei den Doppelsitzern der Männer riecht es nach einer erfolgreichen Titelverteidigung für Deutschlands erfolgreichste Wintersportathleten bei Olympischen Spielen Tobias Wendl und Tobias Arlt.
Zu warm: Skisprung-Training der Frauen abgesagt
Im österreichischen Hinzenbach sind für Freitag zweistellige Plusgrade vorhergesagt. Der Skisprung-Weltcup der Frauen wird trotzdem stattfinden. „Wir haben eine gekühlte Eisspur und können im Herbst auch bei 20 Grad springen. Das ist kein Problem„, sagte der Präsident des hiesigen Skiclubs, Bernhard Zauner, auf Sportschau-Anfrage. Das Training am Freitag wurde aufgrund der Temperaturen aber gestrichen, ganz einfach auch, um für den Wettkampf Top-Bedingungen zu haben.
Nach schwierigen Olympischen Spielen will Selina Freitag beim Weltcup in die Erfolgsspur zurückfinden.
Garmisch: Speedrennen finden statt
Ohne Pause geht es auch für die alpinen Skirennläufer weiter. In Garmisch muss die anspruchsvolle Kandahar-Abfahrt gemeistert werden. Obwohl es die letzten Tage wie aus Eimern goss, sind die Weltcup-Rennen (Abfahrt am Samstag, 11.45 Uhr und Super-G am Sonntag, 11.45 Uhr, live im Ersten) nicht in Gefahr. Die Piste stehe, die Grundlage sei sehr gut, da habe auch der viele Regen nichts geändert, teilte der Veranstalter mit.
Auch die Skirennläuferinnen starten ohne größere Pause durch und sind zu Gast in Andorra. Am Mittwoch fanden bereits die ersten Trainingsläufe statt. Emma Aicher, die noch gute Chancen auf den Gewinn der Abfahrtskugel hat, kam noch nicht zurecht und landete mit 3,43 Sekunden Rückstand am Ende des Feldes.
Biathlon: Junioren-WM läuft wie geplant
Auch im Bayerischen Wald deutet derzeit alles eher auf Frühling hin. Die Strecke im Hohenzollern Skistadion am Großen Arber steht aber. Den Rennen um die WM-Titel im Nachwuchs stehe nichts im Wege, teilte der Veranstalter mit. Die ersten Teams sind bereits angereist und müssten sich nur auf kleine Änderungen im Training einstellen. Vom 28. Februar bis 8. März werden die WM-Titel vergeben.
