
Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hat sich etwas stärker aufgehellt als bisher angenommen. Im Februar stieg der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo Instituts leicht auf 88,6 Punkte. Im Januar hatte er bei 87,6 Zählern gelegen, wie das Institut zu seiner Umfrage unter etwa 9.000 Führungskräften mitteilte.
„Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Signale einer Belebung“, sagte ifo-Präsident Clemens Fuest. Mit dem Start ins neue Jahr hatten Experten bereits ein moderates Wachstum registriert. Allerdings sorgt die derzeitige Frage der US-Zollpolitik, nach dem Urteil des obersten Gerichtshofs der USA, für weitere Unsicherheiten in der deutschen Wirtschaft. Seine Stellung als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt konnte Deutschland trotz der zunehmenden Probleme und anhaltenden Konjunkturflaute behalten.
BIP auf Stand von 2019
Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) berechnete, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr auf umgerechnet 5.052 Milliarden Dollar summierte. Das lange Zeit drittplatzierte Japan rutsche damit wieder auf den vierten Platz (4.431 Milliarden Dollar). Auf Platz eins blieben im vergangenen Jahr die USA (30.779 Milliarden Dollar), gefolgt von China mit 19.513 Milliarden Dollar.
IW-Konjunkturchef Michael Grömling sagte, dass sowohl Deutschland als auch Japan den Anschluss an die beiden größten Volkswirtschaften verlieren würden. Die USA und China „wachsen schon seit geraumer Zeit viel dynamischer“. Das werde vorerst auch so bleiben. Beide Länder seien führend bei Hochtechnologie und künstlicher Intelligenz. „Sie hängen derzeit andere große Volkswirtschaften ab“, sagte Grömling.
In diesem Jahr dürfte Deutschland dem IW zufolge noch die Nummer drei der Welt bleiben. Das leichte Wachstum, begünstigt durch staatliche Investitionen, sollte dazu beitragen, sagte Grömling. Das reale BIP wuchs 2025 um 0,2 Prozent erstmals wieder, nachdem es zuvor zwei Jahre in Folge gesunken war. Dennoch liegt das BIP nur etwa auf dem Niveau von 2019.
