Das deutsche Olympiateam stürzt im Medaillenspiegel vom Treppchen. Die Verantwortlichen flüchten sich in Rechenspiele. Und hoffen auf eigene Olympische Spiele.
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Am Ende aller Spiele stehen immer große Fragen: Wie war’s denn so? Und vor allem: Wie waren WIR? Dann beginnt die Aufrechnerei, die nicht selten in eine Abrechnung mündet. Seit Nagano 1998 stand Deutschland bei Winterspielen im Medaillenspiegel immer auf dem Treppchen, gehörte also zu den Top Drei der Wintersportnationen (Platz sechs in Sotschi 2014 war ein Ausrutscher).
Das wird diesmal nichts werden, selbst wenn die drei Viererbobs am Schlusstag noch im Vorbeifahren alle Medaillen mitnehmen sollten. Mit etwas Glück wird es noch Rang fünf, das würde nur zu gut passen zum inoffiziellen Titel des „Blechmeisters“, den das Team mit einem Dutzend vierter Plätze unangefochten gewinnt (vor zwölf Jahren in Russland gab’s den auch schon).
