Olympia 2026: Heute die 50 Kilometer Klassisch im Langlauf der Männer – wo im TV zu sehen? – Sport

Im Val di Fiemme werden die nordischen Ski-Disziplinen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien ausgetragen. Die Skispringerinnen und Skispringer treten auf der Schanze in Predazzo an, die Langlauf-Rennen finden in Tesero statt. Beide Anlagen nutzen die Nordischen Kombinierer zum Springen und Langlaufen.

Skispringen

Die Giuseppe-Dal-Ben-Anlage ist eine der renommiertesten Skisprung-Arenen Europas. Die Normalschanze hat eine Hillsize von 107 Metern und den K-Punkt bei 98 Metern. Bei der Großschanze liegt die Hillsize bei 141 Metern, der K-Punkt bei 128 Metern. Nachdem sich dort beim Sommer-Grand-Prix drei Springerinnen Kreuzbandrisse zugezogen haben, wurden sie nochmals umgebaut. Insgesamt finden sechs reine Skisprung-Wettbewerbe auf den Schanzen statt, je zwei Frauen- und Männer-Springen sowie ein Mixed-Springen mit beiden Geschlechtern sowie ein Super-Team-Springen bei den Männern, bei dem nur zwei statt vier Athleten einer Nation antreten.

  • Normalschanze, Einzel (F) – Gold: Anna Odine Ström (Norwegen)
  • Normalschanze, Einzel (M) – Gold: Philipp Raimund (Deutschland)
  • Normalschanze, Mixed-Team – Gold: Slowenien
  • Großschanze, Einzel, 2. Durchgang (M) – Gold: Domen Prevc (Slowenien)
  • Großschanze Einzel, 2. Durchgang (F) – Gold: Anna Odine Ström (Norwegen)
  • Super Team, 3. Durchgang (M) – Gold: Österreich

Bei den Frauen sicherte sich die Norwegerin Anna Odine Ström im ersten olympischen Springen den Sieg. Dahinter lagen die bisherigen Dominatorinnen des Winters: Nika Prevc (Slowenien) holte Silber, Nozomi Maruyama Bronze für Japan.

Bei den Männern folgte dann auf der Normalschanze die nächste Sensation: DSV-Adler Philipp Raimund zeigte zwei Weltklassesprünge und holte vor dem Polen Kacper Tomasiak Olympia-Gold. Punktgleiche Dritte wurden Ren Nikaido aus Japan und der Schweizer Gregor Deschwanden. Für Raimund war es der erste Einzel-Erfolg bei den Senioren in einem internationalen Springen überhaupt.

Im Mixed-Teamspringen setzten sich die favorisierten Slowenen klar durch, Norwegen holte Silber vor Japan. Die deutsche Mannschaft zeigte auf der Normalschanze keine konstante Leistung und musste sich am Ende hauchzart mit dem vierten Platz begnügen.

Auf der Großschanze schlug Domen Prevc zurück. Der slowenische Dominator sicherte sich Gold vor dem Japaner Ren Nikaido. Bronze holte Kacper Tomasiak (Polen).

Bei den Frauen feierte Anna Odine Ström ihren zweiten Olympia-Erfolg. Die Norwegerin landete vor ihrer Landsfrau Eirin Maria Kvandal. Bronze ging an die Überfliegerin der Saison, Nika Prevc (Slowenien).

Der Super-Team-Wettbewerb der Männer musste im dritten Durchgang abgebrochen werden – Deutschland lag in Führung und hatte gute Chancen auf eine Medaille. Durch den Abbruch galt die Wertung nach dem zweiten Durchgang, bei der Deutschland 0,3 Punkte auf Platz 4 lag. Gold ging an Österreich, Silber an Polen und Bronze an Norwegen.

Ski Langlauf

Zwölfmal gehen die Langläuferinnen und Langläufer in die Loipe. Beim Skiathlon müssen je zehn Kilometer im Freistil und klassisch absolviert werden. Am letzten Olympia-Wochenende finden traditionell die 50-Kilometer-Läufe statt.

  • Skiathlon, 10 km + 10 km (F) – Gold: Frida Karlsson (Schweden)
  • Skiathlon, 10 km + 10 km (M) – Gold: Johannes Hösflot Klaebo (Norwegen)
  • Sprint Klassisch, Finale (F) – Gold: Linn Svahn (Schweden)
  • Sprint Klassisch, Finale (M) – Gold: Johannes Hösflot Klaebo (Norwegen)
  • Freistil, 10 km (F) – Gold: Frida Karlsson (Schweden)
  • Freistil, 10 km (M) – Gold: Johannes Hösflot Klaebo (Norwegen)
  • Staffel, 4 x 7,5 km (F) – Gold: Norwegen
  • Staffel, 4 x 7,5 km (M) – Gold: Norwegen
  • Team Sprint Freistil, Finale (F) – Gold: Schweden
  • Team Sprint Freistil, Finale (M) – Gold: Norwegen
  • Samstag, 21. Februar, 11.00 Uhr: Massenstart Klassisch, 50 km (M), ARD und Eurosport
  • Sonntag, 22. Februar, 10.00 Uhr: Massenstart Klassisch, 50 km (F)

Das erste Gold sicherte sich Frida Karlsson (Schweden) vor ihrer Landsfrau Ebba Andersson. Bronze holte sich Heidi Weng (Norwegen).

Bei den Männern waren ‚nur‘ zwei Norweger auf dem Podest. Johannes Klaebo und Martin Nyenget holten Gold und Bronze. Silber ging an den Franzosen Mathis Deloges.

Schwedinnen deklassieren die Konkurrenz

Im klassischen Sprint erlebten die Fans ein rein schwedisches Podest: Linn Svahn kam vor Jonna Sundling und Maja Dahlqvist ins Ziel.

Zweites Rennen, zweites Gold für Johannes Klaebo. Hinter dem Norweger landeten Ben Ogden (USA) und Oskar Vike (Norwegen) auf dem Podest.

Beim Rennen über zehn Kilometer im Freistil hat Frida Karlsson die Konkurrenz deklassiert. Die Schwedin hatte 46 Sekunden Vorsprung vor ihrer Landsfrau Ebba Andersson. Bronze ging an Jessie Diggins (USA).

Klaebo krönt sich zum Olympia-Gold-König

Der König im Lauflauf bleibt Johannes Klaebo. Auch über die zehn Kilometer Freistil war der Norweger nicht zu schlagen. Aber der Rückstand von Mathis Deloges (Frankreich) war nur bei 4,9 Sekunden. Einar Hedegart (Norwegen) holte sich Bronze.

Die großen Favoritinnen wurden geschlagen – durch einen Sturz und eine kuriose Szene: Ebba Andersson (Schweden) verlor einen Ski und lief trotzdem weiter. Die Norwegerinnen siegten vor den Schweden, Finnland wurde Dritter vor Deutschland.

Bei den Männern schrieb Johannes Klaebo Geschichte mit seiner neunten Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen. Norwegen siegte vor Frankreich und Italien.

Bei den Team-Sprints waren die Schwedinnen und die Norweger (Klaebos fünfte Goldmedaille bei diesen Spielen) nicht zu schlagen. Silber ging bei den Frauen an die Schweiz, bei den Männern an die USA. Bronze holten die Italiener und Coletta Rydzek und Laura Gimmler sprinteten zu Bronze für Deutschland.

Nordische Kombination

Nur dreimal wird bei den Kombinierern Gold vergeben. Je ein Wettbewerb findet auf der Normal- und Großschanze statt. Hinzu kommt ein Teamwettbewerb, bei dem jedoch nur zwei Athleten teilnehmen. Die Frauen wurden bei Olympia trotz Einsprüchen nicht berücksichtigt.

  • Normalschanze/Einzel, 10 km – Gold: Jens Luraas Oftebro (Norwegen)
  • Großschanze/Einzel, 10 km – Gold: Jens Luraas Oftebro (Norwegen)
  • Team Sprint 2 x 7,5 km – Gold: Jens Luraas Oftebro / Andreas Skoglund (NOR)

Von der Großschanze war das Ergebnis fast identisch zur Kleinschanze. Jens Luraas Oftebro (Norwegen) holte Gold vor Johannes Lamparter (Österreich). Bronze ging erneut nach Finnland, dieses Mal war jedoch Ilka Herola, der jubeln durfte.

Auch nach dem Rücktritt von Jarl Magnus Riiber bleibt Norwegen die NoKo-Nation. Jens Luraas Oftebro hat bei sehr schwierigen Bedingungen in der Loipe eine sensationelle Leistung gezeigt und war nach zehn Kilometern der Beste. Johannes Lamparter (Österreich) wurde Zweiter, Bronze ging an Eero Hirvonen (Finnland).

Im Teamsprint lag das deutsche Duo überraschend nach dem Springen auf Platz 1. In der Loipe war dann ein Sturz entscheidend, dass Deutschland nicht mehr in den Medaillenkampf eingreifen konnte. Norwegen war im Schlusssprint schneller als Finnland. Österreich bekam Bronze. Vinzenz Geiger, frustriert von seinem Sturz, ließ die letzte Runde auslaufen und wurde noch von Italien überholt. Am Ende waren die Deutschen Fünfter.