Druck bei Olympischen Spielen: „Es gilt, mit dem Kopf zu arbeiten, nicht gegen ihn“

Bei Olympia scheitern viele Sportler am Druck. Der Sportpsychologe Christian Heiss erklärt, warum Entspannungsübungen kein Allheilmittel sind – und was helfen könnte.

Druck bei Olympischen Spielen: Der Eiskunstläufer Ilia Malinin während und nach seiner Olympiakür
Der Eiskunstläufer Ilia Malinin während und nach seiner Olympiakür
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Christian Heiss übernimmt bei den Olympischen Spielen für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Rolle des Welfare Officers und kümmert sich übergeordnet um die mentale Gesundheit aller Teammitglieder.

DIE ZEIT: Herr Heiss, welche Rolle spielt der Kopf bei Olympischen Spielen?

Christian Heiss: Das ist von Sportler zu Sportler unterschiedlich. Und gleichzeitig kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es irgendjemanden gibt, dessen Kopf ganz ruhig ist, wenn er bei Olympia an den Start geht.   

ZEIT: Bei diesen Spielen gab es einige Fälle, in denen es hieß, Druck hätte eine Rolle gespielt. Die verpatzte Kür des Eiskunstläufers Ilia Malinin zum Beispiel. Das Aus von Atle Lie McGrath im Slalom. Franziska Preuß im Biathlon. Was passiert da?