Animation, Disney Channel, Samstag, 20.15 Uhr
Hand aufs Herz: Wer hatte vor diesem Film von 2003 schon mal etwas von Clownfischen gehört? Zur Erklärung: Dabei handelt es sich um eine besonders niedliche Spezies von Strahlenflossern, die Beobachter zum heftigen Lachen und Weinen (vor Rührung!) bringen kann. Gut, wissenschaftlich fundiert ist das nicht. Aber gelebte Erfahrung. Wer das herzerwärmende Abenteuer von Nemo, einem ebensolchen kleinen Clownfisch, verfolgt, sieht die Welt (nicht nur die unter Wasser) künftig mit anderen Augen. Dem Animationsstudio Pixar gelingt es zuverlässig, Fragen von emotionaler Tiefe spielerisch leicht zu verhandeln. Weil Nemo aus dem Ozean gekidnappt wird, sucht sein Vater Marlin nach ihm. Begleitet wird er von Dorie, die aber alle paar Minuten vergisst, wer sie ist. Und damit ist sie noch nicht mal die Lustigste unter all den Meeresbewohnern.
Die Wikinger
Abenteuer, Arte, Samstag, 14.10 Uhr
Drei Jahre vor dem Wikinger-Epos von 1958 hatte Kirk Douglas, damals ein aufstrebender Star, seine eigene Produktionsfirma gegründet. In der Folge förderte er unter anderem den jungen Filmemacher Stanley Kubrick, was ihn unendlich viele Nerven kostete, aber auch ein legendäres Meisterwerk wie „Spartacus“ (1960) hervorbrachte. Vergleichsweise leicht war dagegen die Geschichte der Nordmänner Erik und Einar zu produzieren, die der etablierte Regisseur Richard Fleischer verfilmte. Douglas und sein Co-Star Tony Curtis spielen darin Halbbrüder, die das Schicksal zusammenführt, um sie zu lebenslangen Feinden zu machen. Schwertkämpfe auf Schiffen und Burgen, entflammte und enttäuschte Liebe: Der Film ist prachtvolles Abenteuerkino in seiner reinsten Form. Nur in Skandinavien selbst nahm man den berühmten Schauspielern ihre Verkleidung nicht ab.
Während du schliefst
Liebesfilm, Super RTL, Samstag, 22.05 Uhr
Drei Stars aus den Neunzigern, drei unterschiedliche Filme: Liebe, Action und Drama. Sandra Bullock spielte in der Rom-Com von Jon Turteltaub 1995 eine Ersthelferin, die ihrem Traummann das Leben rettet. Während er anschließend noch im Koma liegt, gibt sie sich als seine Frau aus. Klingt verrückt? So waren romantische Liebeskomödien damals nun mal. George Clooney, mittlerweile ein durchaus ernsthafter älterer Herr, probierte am Anfang seiner Karriere viel aus: In „Project: Peacemaker“ von 1997 (Samstag, 22.30 Uhr, RTL 2) bewahrte er die Welt mit Nicole Kidman zusammen vor einem Atomkrieg. Brendan Fraser schließlich war zunächst der Held aus dem Abenteuer-Kracher „Die Mumie“ (1999). Mit seinem ergreifenden Porträt eines Verzweifelten in „The Whale“ (Samstag, 21.45 Uhr, HR) hat er endgültig die Wandlung ins Charakterfach vollzogen.
John Wick
Actionthriller, Pro Sieben, Sonntag, 22.30 Uhr
Der Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves) hat sich eigentlich zur Ruhe gesetzt. Es gibt nur noch ihn und seinen Hund. Dann brechen plötzlich Gangster in sein Haus ein und, ihr großer Fehler, töten den Hund. John Wick sieht sich gezwungen, Rache zu nehmen. Der Auftakt zu einer mittlerweile vierteiligen Reihe seit 2014 war für Keanu Reeves eine Rückkehr ins Actiongenre, das er mit „The Matrix“ (1999) so erfolgreich geprägt hat. Wie damals beherrscht er in seiner Rolle Kampfkünste und den Umgang mit jeder erdenklichen Waffe. Die Choreografie von Regisseur Chad Stahelski ist präzise und unerbittlich. Gleichzeitig muss Wick sich in der alten Welt an Regeln halten, bei aller Brutalität ist sie nämlich auch sehr diskret. Eine neue Welt betritt Harrison Ford, wenn er als Großstadt-Cop bei den Amischen untertaucht in „Der einzige Zeuge“ (Sonntag, 22.45 Uhr, SWR).
