„Museum der Unschuld“: Orhan Pamuk über die Netflix-Verfilmung seines Romans – Kultur

4213 Zigarettenstummel, mit Lippenstift beschmiert, wie in einem Insektenkasten drapiert und beschriftet. Es ist ein beklemmendes Sinnbild einer Obsession, das Orhan Pamuk bereits Jahre vor dem ersten geschriebenen Wort vor Augen hatte. „Ich wollte die Geschichte eines Mannes schreiben, der so verliebt ist, dass er alles sammelt, was seine Geliebte berührt“, sagt Orhan Pamuk. Er sitzt in der Wohnung, in der er aufgewachsen ist, die heute sein Büro ist, in Nişantaşı, einem Shoppingviertel auf der europäischen Seite Istanbuls. Romane wie „Rot ist mein Name“, „Das schwarze Buch“ und „Schnee“ machten Orhan Pamuk international bekannt. Den Literaturnobelpreises 2006 begründete das Komitee damit, dass er neue Sinnbilder für Streit und Verflechtung der Kulturen gefunden habe.