Der 1.FC Nürnberg präsentiert sich gegen den Karlsruher SC in blendender Form und belegt nun einen Platz im sicheren Mittelfeld. Für den desolaten KSC wird die Luft dagegen immer dünner.
Die Vertragsverlängerung von Trainer Miroslav Klose unter der Woche hatte offenbar einen überaus positiven Effekt auf sein Team. Klose hatte nach einigen zähen Verhandlungsrunden bis zum Sommer 2028 unterschrieben – was seine Spieler sichtlich beflügelte.
Der 1.FC Nürnberg bezwang nach einer konzentrierten und engagierten Leistung den Karlsruher SC am Freitagabend hoch verdient mit 5:1 (3:0) – und kann sich damit erst einmal von der Abstiegszone fernhalten.
Julian Justvan (25., 28.) erzielte mit einem Doppelpack die ersten beiden Treffer für den „Club“. Mohamed Alì Zoma (41., 50.) legte unmittelbar nach, erhöhte das Ergebnis noch vor der Pause, um kurz nach Wiederbeginn den vierten FCN-Treffer zu erzielen. Marvin Wanitzek (58.) verkürzte zwar per Elfmeter für dem KSC zum 4:1. Aber erneut Zoma setzte den Schlusspunkt (65.) zum 5:1.
Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner, die im Frankenland in allen Mannschaftsteilen eine bedenkliche und auch desolate Leistung zeigte, findet sich dagegen erst einmal im Abstiegskampf wieder.
Justvans Schuss in den Torwinkel
Zu Beginn entwickelte sich eine ereignisarme Partie, in der die Nürnberger zwar mehr Ballbesitz hatten, sich wie die Karlsruher aber keine nennenswerten Torchancen herausspielen konnten. Fehlervermeidung war auf beiden Seiten erste Priorität.
Doch ein Ballverlust des Gegners Mitte der ersten Hälfte und kurz hinter der Mittellinie genügte dem Klose-Team, um kurz darauf in Führung zu gehen. Justvan erzielte aus 16 Metern mit einem Distanzschuss, der auf dem sehr holprigen Rasen an KSC-Torhüter Hans Christian Bernat etwas kurios vorbei hoppelte, das 1:0. Die gesamte KSC-Abwehr wirkte bei diesem FCN-Angriff vollständig indisponiert.
Und nur zwei Minuten und 49 Sekunden später war es erneut der Nürnberger Spielmacher, der nach einem weiteren Ballverlust der Gäste im Mittelfeld am KSC-Strafraum an den Ball kam und von halblinks aus 15 Metern den Ball hoch in den linken Torwinkel zum 2:0 drosch.
Nürnbergs Julian Justvan (2.v.r.) bejubelt seinen Treffer mit den Teamkollegen
KSC-Abwehr nur freundlicher Begleiter
Der Karlsruher SC konnte sich von diesen direkt aufeinanderfolgenden Rückschlägen nicht erholen und hatte den forschen Nürnbergern nur noch wenig entgegenzusetzen.
Und so war die KSC-Abwehr auch beim dritten Treffer nur freundlicher Begleiter. Nach einer flachen Hereingabe von Rabby Nzingoula brauchte Zoma nur noch den Fuß hinzuhalten um zum 3:0 zu erhöhen.
Kaum war die Partie wieder angepfiffen, schlug erneut Zoma zu. Wieder verweigerte die KSC-Defensive engagiert geführte Zweikämpfe bei einem Nürnberger Angriff. Die Konsequenz daraus war, dass Zoma aus acht Metern den Ball nur noch über die Torlinie drücken musste.
Kurze KSC-Hoffnung
Doch der KSC wollte sich trotz des hohen Rückstands noch nicht ganz aufgeben – und bekam von Schiedsrichter Tobias Stieler einen schmeichelhaften Elfmter zugesprochen. Nach einer leichten Berührung von Justin von der Hitz, der Leon Opitz leicht touchierte, verwandelte Wanitzek vom Elfmeterpunkt sicher zum 4:1.
Die neue Hoffnung sollte allerdings nicht lange währen. Erneut hielt die KSC-Abwehr ordentlich Abstand zu ihren Gegenspielern, so dass FCN-Verteidiger Berkay Yilmaz von der linken Seite völlig unbedrängt flanken konnte. Zoma kam am kurzen Pfosten ungestört zum Kopfball und erzielte das letzte Tor der Partie zum 5:1 für die Gastgeber.
Aus Sicht der Nürnberger gab es noch ein freudiges Ereignis an diesem rundum gelungenen Abend. Der erst 16 Jahre alte Marko Soldic wurde von Trainer Klose in der 83. Minute eingewechselt und gab sein umjubeltes Profidebüt für den FCN.
Nürnberg in Bochum, Karlsruhe gegen Kiel
Nürnberg ist am Freitagabend beim VfL Bochum zu Gast (18.30 Uhr). Karlsruhe empfängt am Samstagmittag Holstein Kiel (13 Uhr).
