Sharon Stone, 67, Schauspielerin, verlässt fluchtartig den Wiener Opernball – kehrt aber wieder zurück. „Ich bin etwas überwältigt“, sagte sie unter Tränen auf dem roten Teppich des traditionsreichen Opernballs. Dann zog sie sich in ihr Hotel zurück. „Es hat mir ehrlich gesagt den Atem geraubt“, sagte sie dem Sender ORF. Ein Sprecher ihres Gastgebers, des Süßwarenunternehmers Karl Guschlbauer, gab schnell Entwarnung: Stone habe sich nur „noch mal frisch machen“ müssen. Die kurze Auszeit schien zu helfen: Kurz darauf nahm Stone ihren Platz in der Loge wieder ein. Sie sprach von einem „Meer aus Eleganz“ auf dem österreichischen Staatsball. „Es ist wirklich so wunderschön. Es ist wie in einem dieser Technicolor-Filme, die ich gesehen habe, als ich noch klein war.“

Max Langenhan, 26, doppelter Olympiasieger im Rodeln, hat dieser Tage Wichtigeres zu tun, als ans Telefon zu gehen. Selbst wenn der Bundeskanzler anruft. Das gestand Langenhan nun in einem Instagram-Video. Er habe gerade an einer Bushaltestelle gesessen und ein Gratulationsvideo der Geissens angeschaut, als eine unbekannte Nummer aufleuchtete. „Ich bin aber nicht rangegangen, weil ich sie nicht eingespeichert habe“, sagte Langenhan. „Und ich habe mir eins geschworen: Ich gehe nicht an unbekannte Nummern ran.“ Erst später stellte sich heraus: „Es war Friedrich Merz.“ Der Bundeskanzler wollte dem Rodel-Doppelsieger offenbar telefonisch zu seinem Olympia-Sieg gratulieren.

Dorothea Wierer, 35, italienische Biathletin, spricht ein Tabuthema im Profisport der Frauen an. „Ich habe meine Periode, mir geht es nicht schlecht, aber ich bin eben ein bisschen schlapp“, sagte Wierer im Interview mit Sportnews. „Warum sollen die Leute nicht wissen, dass man nicht bei einhundert Prozent ist. Das ist doch das Normalste überhaupt. So ist eben der Zyklus des Lebens bei uns Frauen.“ Wierer wurde Fünfte im Olympia-Einzel der Frauen.

Anika Decker, 50, Drehbuchautorin, beklagt den Mangel an coolen Vorbildern für Jungs. „Wenn ein Junge Tiktok öffnet, habe ich gerade gelesen, dann sieht er spätestens nach 20 Minuten den ersten toxischen Männerinhalt“, sagte sie der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Früher gab es vielleicht noch die Pfadfinder oder den Trainer, aber heute fehlen coole männliche Vorbilder, weil diese hasserfüllten Inhalte alles verdrängen“, sagte Decker. „Jungs bleiben gerade ziemlich auf der Strecke.“ Auch Frauen würden etwa durch Teenie-Serien ständig mit toxischen Männerbildern konfrontiert: „Da ist immer ein Typ, der emotional verkorkst ist und das Mädchen schlecht behandelt, aber er kann ja nicht anders, weil er so einen schlimmen Vater hat. Und sie muss ihn dann retten.“
