Museen: Frisierte Besucherzahlen kaschieren das Ausbleiben Einheimischer – Kultur kommentiert

Die Statistik ist wie eine Laterne im Hafen, sie dient dem betrunkenen Seemann mehr zum Halt als zur Erleuchtung: Die These des deutschen Bankiers Hermann Josef Abs ist auch in der Kulturbranche anwendbar, vor allem wenn es um die Besucherbilanzen heimischer Museen geht. Wiewohl es andere Kriterien gebe, die mehr Aufschluss über die Leistungen der mit Steuergeld subventionierten Institutionen liefern, haben sich Besucherzahlen in der Kulturpolitik als relevante Nenngröße durchgesetzt.