
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Spekulationen über eine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten im kommenden Jahr zurückgewiesen. Eine Sprecherin des Büros der Altbundeskanzlerin sagte dem Tagesspiegel: „Das ist abwegig.“ Zuvor hatte unter anderem die Bild-Zeitung berichtet, dass es in der CDU-Spitze die Sorge gebe, dass die Grünen der CDU Angela Merkel als Bundespräsidentin vorschlagen könnten. Auch die Grünen dementierten diese Überlegungen gegenüber der Rheinischen Post.
Zuletzt hatte Merkel überraschend angekündigt, am CDU-Parteitag teilzunehmen. Wie üblich wurde die Altkanzlerin als ehemalige Parteivorsitzende zum Parteitag eingeladen. Vorherige Einladungen zu den Bundesparteitagen 2022 und 2024 hatte sie jedoch nicht angenommen. Der CDU-Parteitag soll in Stuttgart stattfinden. Am ersten Tag soll
Bundeskanzler Friedrich Merz als Vorsitzender wiedergewählt werden.
Zerrüttetes Verhältnis zwischen Merkel und Merz
Das Verhältnis zwischen Merkel und Merz gilt als tief zerrüttet. Mehrmals hatte Merkel Merz öffentlich kritisiert, erst in seiner Position als Oppositionsführer und dann als Kanzler. Während der Kanzlerwahl im vergangenen Jahr war Merkel zwar im Bundestag, ging aber nach dem Scheitern des Wahlgangs.
Über die Nachfolge des
derzeitigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier wird die Bundesversammlung Anfang 2027 entscheiden. Die
Union dürfte dann die größte Fraktion stellen. Bisher hat das Amt kein
Bundeskanzler nach seiner Amtszeit übernommen.
