Ilia Malinin: Der Rückkehr des verbotenen Sprungs

Wenn das Publikum sogar raunt, obwohl lediglich die Wiederholung auf dem Videowürfel gezeigt wird, dann weiß man: Es ist spektakulär. Gerade hatte der US-Amerikaner Ilia Malinin seine Kufe ins Eis gestemmt, das Rückwärtsmomentum genutzt, den Oberkörper nach hinten gelegt und war abgesprungen. Malinin landete auf einer Kufe, als sei nichts gewesen. Dabei hatte er den ersten legalen Backflip bei Olympischen Spielen seit einem halben Jahrhundert bestanden. 

Fast 50 Jahre lang war der Rückwärtssalto im Eiskunstlaufen verboten. Zu gefährlich sei er, hieß es. Zu theatralisch – und zudem verletze er das Prinzip des Eiskunstlaufs, auf einer Kufe zu
landen. Nun ist er zurück, auf der größtmöglichen Bühne des Wintersports. Gleich zweimal gezeigt von dem US-Amerikaner Ilia Malinin. Und wer wäre besser geeignet, den Sprung wieder einzuführen, als Malinin, der nicht nur den Rückwärtssalto kann, sondern viel mehr. Vierfach-Gott nennen sie ihn, weil er alle sechs Wertungssprünge des Eiskunstlaufens viermal drehen kann.
2022 schaffte er als erster Mann der Welt auch den Axel.